Tasche statt Lehne
NÖ-Landtagssesseln geht es ans Leder
In St. Pölten schreiten die Umbau- und Sanierungsarbeiten des Landtagsaals voran. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die 30 Jahre alten Abgeordnetensessel in den neuen Räumlichkeiten weiterverwendet, die Sitzflächen und Rückenlehnen allerdings neu bezogen. Das alte Leder wird dabei nicht entsorgt, sondern zu unterschiedlichen Taschenvarianten wie Stiftetaschen oder Laptoptaschen verarbeitet, teilte Landtagspräsident Karl Wilfing (ÖVP) am Donnerstag mit.
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"Das rund 30 Jahre alte Leder befindet sich nach wie vor in einem guten Zustand und soll daher nachhaltig weiterverwendet werden", hielt Wilfing anlässlich eines Pressetermins per Aussendung fest. "Damit setzen wir ein weiteres Zeichen dafür, dass wir unser Versprechen eines nachhaltigen Umbaus des Landtagssaals einhalten. Gleichzeitig entstehen aus einem Material, das fast drei Jahrzehnte Landesgeschichte begleitet hat, einzigartige Artikel."
Geschützte Werkstätten St. Pölten als Partner
Als Partner fungieren die Geschützten Werkstätten St. Pölten. "Es ist schön zu sehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits mit viel Elan an den ersten Taschen arbeiten", betonte Lisa Minihold-Pipp vom Gebäude- und Liegenschaftsmanagement im Amt der NÖ Landesregierung, die gleichzeitig als Initiatorin der Aktion gilt.
Der Landtagssitzungssaal wird in den kommenden Monaten barrierefrei gemacht und technisch sowie thermisch saniert. Erstmals in den neuen Räumlichkeiten tagen sollen die 56 Mandatarinnen und Mandatare laut Plan im September 2027. Bis dahin dient der Leopoldsaal im Erdgeschoß des St. Pöltner Landhauses als Ausweichquartier. Budgetiert sind für das Vorhaben rund 11,2 Millionen Euro.