Bürgerenergie

NÖ zündet Energie-Turbo: 100.000 elektrisierte Bürger

© Unsplash
Die Energiewende zündet den Turbo! Beim Bürgerenergie-Gipfel in St. Pölten präsentiert LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf beeindruckende Zahlen: Bereits über 100.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sind Teil einer Energiegemeinschaft.
Zur Vollversion des Artikels

„Wenn es um Bürgerenergie geht, liegt Niederösterreich klar voran", betont Pernkopf. Die Landsleute profitieren von günstigeren Stromkosten und entwickeln gleichzeitig ein stärkeres Bewusstsein für Stromproduktion und Energieverbrauch. Der Boom ist ein wesentlicher Baustein der Energiewende und schafft zusätzliche regionale Wertschöpfung.

Kein Grund zum Zurücklehnen

Doch Pernkopf bremst die Euphorie nicht, sondern legt nach: „Dieser Boom ist jedoch kein Anlass, um sich zurückzulehnen." Das Land unterstützt die Bevölkerung weiter auf dem Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten - das schützt das Klima, sichert die Wirtschaftskraft und spart bares Geld.

Niederösterreich hat früh die richtigen Weichen gestellt: Die kostenlose Energieberatung Niederösterreich informiert unabhängig und produktneutral, die eNu begleitet Energiegemeinschaften von der Gründung bis zum laufenden Betrieb.

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz, das am 5. Oktober in Kraft tritt, erwartet Pernkopf zusätzlichen Rückenwind: Die Rechte der Konsumenten werden gestärkt, neue Möglichkeiten für Energiegemeinschaften entstehen.

300 Experten, fünf Sieger

Rund 300 Vertreterinnen und Vertreter von Energiegemeinschaften aus ganz Österreich tauschten sich beim Gipfel aus - Vorträge zu Stromspeicher, Recht und Netzentwicklung inklusive. Ein Highlight: die Auszeichnung von fünf Best-Practice-Projekten.

Unter den Gewinnern: die EEG Guntramsdorf aus dem Bezirk Mödling. eNu-Geschäftsführer Herbert Greisberger gratuliert: Die EEG Guntramsdorf vernetzt lokale und regionale Energiegemeinschaften in einem gemeinsamen System und sorgt so für maximal lokale Stromnutzung.

Eine eigens entwickelte Softwareplattform steuert die Energieflüsse anhand von Verbrauchs-, Erzeugungs- und Wetterdaten, ergänzt durch smarte Tarifmodelle und persönliche Beratung vor Ort. In Podiumsdiskussionen ging es abschließend um die Zukunft der Bürgerenergie als Schlüssel für sichere, regionale Energieversorgung.