Durchwachsen

ÖFB-Legenden ziehen WM-Fazit

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Die österreichischen Fußball-Legenden Toni Polster, Herbert Prohaska, Hans Krankl und Andreas Herzog ziehen nach dem WM-Sechzehntelfinal-Aus des ÖFB-Teams gegen Spanien (0:3) ein durchwachsenes Fazit.
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Toni Polster zeigt sich enttäuscht, da bis auf Alexander Schlager und Marcel Sabitzer kaum ein Spieler seine Topform erreichte. Zudem habe die Qualität von Christoph Baumgartner in der Offensive spürbar gefehlt. Rangnicks Vertragsverlängerung befürwortet er dennoch ausdrücklich, da der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft sehr gut sei.

Herbert Prohaska merkt an, dass das Team spielerisch unter seinem Potenzial blieb. Er macht vor allem die erschwerten Turnierbedingungen wie extreme Hitze, Distanzen und Zeitzonen dafür verantwortlich, dass Österreich seine Stärken wie das hohe Pressing nicht ausspielen konnte. Den Verbleib von Rangnick nennt er den einzig logischen und richtigen Schritt.

Hans Krankl empfand das Ausscheiden gegen Spanien als Lehrspiel. Er kritisiert den körperlichen Zustand sowie die mangelnde Spritzigkeit der Elf und widerspricht damit dem Teamchef. Zudem hebe sich das österreichische Pressing international nicht mehr ab. Der Vertragsverlängerung steht Krankl neutral gegenüber, drängt jedoch auf eine baldige Verjüngung der Mannschaft.

Andreas Herzog warnt vor einer österreichischen Genügsamkeit. Um bei einer WM für Sensationen zu sorgen, müsse das Team am obersten Limit spielen, was nicht gelungen sei. Wie Krankl zweifelt auch Herzog massiv am Fitnesslevel der Spieler: Im Gegensatz zur starken EM-Form habe man bei der WM oft schon zur Halbzeit wechseln müssen, was deutlich gegen eine physische Topverfassung der Mannschaft spreche.