Paukenschlag

ÖFB wird Kandidatur von Infantino nicht unterstützen

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Der Österreichische Fußballbund schließt sich der UEFA an und wird bei der anstehenden FIFA-Wahl gegen eine Wiederwahl von Gianni Infantino (56) stimmen.
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Wien. Österreichs Fußball-Bund wird eine neuerliche Kandidatur von Gianni Infantino als Präsident des Weltfußballverbandes nicht unterstützen. Das gab der ÖFB nach der Sitzung seines Aufsichtsrats am Freitagabend bekannt. Als Grund für diese Entscheidung wurden die Entwicklungen bei der FIFA der letzten Wochen und Monate samt "deutlich veränderter Rahmenbedingungen" genannt. Die Vorwürfe seien bisher weder glaubhaft aufgeklärt noch entkräftet worden, hieß es in einer Mitteilung.

Infantino will bei den Präsidentschaftswahlen im März 2027 neuerlich antreten, ein Gegenkandidat ist aktuell noch nicht in Erscheinung getreten. Infantino ist in den vergangenen Monaten extrem unter Druck geraten und steckt in der größten Krise seiner Ära. Besonders seine publik gewordenen und mittlerweile zurückgenommenen Pläne über die Einbindung von Investoren für zukünftige WM-Geschäfte sorgten für Entrüstung. Obwohl die Pläne inzwischen vom Tisch sind, bleibt der Schweizer umstritten.

ÖFB "felsenfest" hinter UEFA-Linie

Besonders die Europäische Fußball-Union (UEFA) will Infantinos Wiederwahl beim FIFA-Kongress im kommenden März verhindern. UEFA-Boss Aleksander Ceferin gilt als einer der schärfsten Kritiker Infantinos. Der ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzende Josef Pröll habe bereits mehrmals deutlich gemacht, dass der ÖFB "vollinhaltlich und felsenfest hinter der gemeinsamen Linie der UEFA steht", schrieb der Fußball-Bund am Freitag.

Die Bewerbungsfrist für den höchsten Posten im Weltfußball läuft bis zum 18. November. Infantino hat das Amt seit 2016 inne.