Emotional
ORF-Star Hausleitner: Bittere Scheidungs-Beichte
Ernst Hausleitner ist den meisten Österreichern als die dynamische und leidenschaftliche Stimme der Formel 1 im ORF bekannt. Doch abseits der Rennstrecken dieser Welt hatte der Moderator privat schwere Zeiten zu durchleben. In einer aktuellen Episode des Podcasts "Mindgames" zeigte sich der Sportjournalist von einer völlig neuen, zutiefst privaten Seite und sprach offen wie nie zuvor über das schmerzhafte Ende seiner Ehe.
Die Trennung von seiner damaligen Frau brachte nicht nur emotionalen Schmerz mit sich, sondern auch große juristische Herausforderungen. Hausleitner schilderte im Gespräch die enormen Ängste, die ihn in dieser Phase begleiteten, insbesondere die Sorge, die Beziehung zu seinem geliebten Sohn Felix zu verlieren. Diese existenzielle Angst belaste laut dem Moderator unzählige Väter in ähnlichen Lebenssituationen im ganzen Land.
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Die größte Leistung des Lebens
Für den oberösterreichischen Fernsehstar war die Bewältigung dieser Krise ein wahrer Kraftakt, der ihn an seine emotionalen Grenzen brachte. "Wenn du dich von einer Frau scheiden lässt, läufst du Gefahr, den Kontakt zu deinem Sohn zu verlieren", erklärte Hausleitner im Podcast sichtlich bewegt. Dass dies in seinem Fall verhindert werden konnte und der enge Kontakt bestehen blieb, bezeichnete er ohne Zögern als die "größte Leistung" seines gesamten Lebens.
Wie nahe dem beliebten Moderator das Thema heute noch geht, war im Verlauf des Gesprächs deutlich zu spüren. Mehrfach musste der sonst so wortgewandte Forsch- und Formel-1-Insider im Podcast nach den passenden Worten ringen. Es zeigte sich, dass die Erinnerungen an die juristischen Auseinandersetzungen und die emotionale Belastung tiefe Spuren hinterlassen haben, die bis heute nachwirken.
Scharfe Kritik an gesetzlicher Schieflage in Österreich
Hausleitner nutzte seinen Auftritt jedoch nicht nur für einen persönlichen Rückblick, sondern auch für eine gesellschaftspolitische Debatte. Er ortet in Österreich eine massive Benachteiligung von Vätern nach einer Trennung. "Es ist eine gesetzliche Schieflage. Es wird 100 Bereiche geben, in denen Frauen schlechter gestellt sind, aber in einem Bereich bist du als Mann schlechter gestellt: als Vater", kritisierte der ORF-Mann die aktuelle Gesetzeslage scharf.
Besonders das Fehlen einer klaren, gesetzlichen Grundregelung im österreichischen Sorgerecht ist dem Moderator ein Dorn im Auge. Diese Unklarheit führe in der Praxis zu endlosen, emotional aufreibenden Konflikten zwischen den ehemaligen Partnern. Von dieser Situation würden laut Hausleitner vor allem die beteiligten Juristen profitieren: "Das öffnet für wahnsinnig viele Konflikte die Tür. Da machen sich Scheidungsanwälte den Sack voll", fand der Oberösterreicher deutliche Worte.
Appell für eine rasche Neuregelung des Sorgerechts
Aus Sicht des bekannten Sportjournalisten ist das aktuelle System dringend reformbedürftig, um das Wohl der Kinder und die Rechte der Väter besser zu schützen. "Das ist ein Bereich, der anders geordnet gehört. Es bedarf einer Neuregelung diesbezüglich", forderte Hausleitner mit Nachdruck. Ein klareres Gesetz könnte seiner Meinung nach verhindern, dass Scheidungen auf dem Rücken der Kinder ausgetragen werden und Anwälte von den Rosenkriegen finanziell profitieren.
Trotz aller Kritik und der durchgemachten Ängste gab es für den ORF-Moderator persönlich ein glückliches Ende. Die Geschichte ging für ihn und seine Familie gut aus. Heute teilen sich der ORF-Mann und seine Ex-Frau das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Felix einvernehmlich. Für Hausleitner steht fest, dass der gemeinsame Fokus auf das Wohl des Kindes letztendlich der Schlüssel zum Erfolg war, auch wenn der Weg dorthin steinig war.