Keine Verträge

ORF-Wirbel: Westenthaler gegen Kim-Yong-PIG

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Derzeit ist der ORF im Blindflug unterwegs. Es gibt noch keine Verträge oder Gehälter für die neuen Direktoren. Eine Bestellung kritisiert FPÖ-Stiftungsrat Peter Westenthaler besonders. Er schießt auch gegen die Haushaltsabgabe im Verfassungsrang.
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Beim ORF geht es drunter und drüber. Vorwürfe zu sexuellem Missbrauch, Budget-Kürzungen und der Wirbel um die neue Aufstellung des Teams. Bisher hat noch keiner aus der neuen Mannschaft einen Vertrag. Auch das Gehalt der neuen Direktoren ist unbekannt - was werden sie verdienen?  Zuletzt cashte der mittlerweile geschasste ORF-Boss Roland Weißmann 427.500 Euro Jahresgage.

Babler-ORF-Kongress ohne Einladung an Kritiker

Im September will Medienminister Andreas Babler (SPÖ) den ORF umkrempeln. Nach seinen Wünschen? Eine oe24-Anfrage dazu wurde noch nicht beantwortet. ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler kritisiert: "Ich habe keine Einladung bekommen. Das ist antidemokratisch."

ABD0061_20260811 - WIEN - ÖSTERREICH: Stiftungsrat Peter Westenthaler am Dienstag, 11. August 2026, im Rahmen einer Plenarsitzung des ORF-Stiftungsrats mit Bestellung der Direktoren-Riege in Wien. - FOTO: APA/GEORG HOCHMUTH © APA/GEORG HOCHMUTH

Westenthaler schießt auch gegen den neuen ORF-Chef Clemens Pig, der nun sein Team zusammengestellt hat. Eine Direktorin, die kaufmännische, ist aber gleichzeitig Beraterin einer Zeitungsgesellschaft. Er sieht eine starke Unvereinbarkeit (sein Beschwerdebrief an die zuständige ORF-Stelle liegt oe24 vor). Ob es beim Team und den Posten bleibt, zeigt dann der Babler-Kongress.

"Pig will die Haushaltsabgabe in der Verfassung verankern. Und letzlich seinen eigenen Job", sagt Westenthaler oe24. Über die Haushaltsabgabe in der Verfassung sprach Pig zuletzt in mehreren Interviews. "Einmal in der Verfassung, ist die Haushaltsabgabe unveränderlich. Und Pig nicht mehr absetzbar. Er kann dann schalten wie ein Diktator am Küniglberg, à la Kim-Yong-PIG", so Westenthaler. Eines ist klar: Auch im Sommer kommt der ORF nicht zur Ruhe. Und was Babler im Herbst plant - schon in wenigen Wochen - plagt jetzt schon viele mit Sorgen. "Dass wichtige Player wie etwa kritische  Stiftungsräte keine Einladung erhalten, ist eine Frechheit!"