Todesangst
Passagier fast aus Flieger gesaugt: Neues Video aufgetaucht!
Auf einem Ryanair-Flug von Thessaloniki ins deutsche Memmingen kam es am Freitag zu einem absoluten Albtraum für die Fluggäste. Ein neu aufgetauchtes Video, das laut "The Sun" von einer Flugbegleiterin gefilmt wurde, zeigt die verheerenden Schäden an der Boeing 737: Ein beschädigtes Triebwerk, ein Loch in der Triebwerkshülle und eine zerschmetterte Kabinenscheibe. In 6km Höhe soll sich ersten Erkenntnissen zufolge ein Teil des Triebwerks gelöst und das Fenster durchschlagen haben. Laut der Luftfahrtplattform "Aero" hatte die Besatzung bereits zuvor wegen einer Warnmeldung an einem Triebwerk die Rückkehr eingeleitet.
Kopf ragte aus dem Fenster
Durch den plötzlichen Druckabfall wurde ein 61-jähriger serbischer Passagier, der direkt neben der Scheibe saß, in den Sog gerissen. "Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus", berichtete eine Augenzeugin im griechischen Rundfunk "ERT". Seine Ehefrau reagierte blitzschnell, klammerte sich an seine Beine und hielt ihn fünf Minuten lang fest, bis andere Helfer eingriffen und ihn retteten. Die 37-jährige Passagierin Sabrina D. schilderte die blanke Panik an Bord gegenüber der "Bild": "Ich dachte, das war’s jetzt." Und weiter: "Der Mann wurde mit dem Kopf aus der Maschine gezogen."
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Pilot weinte nach der Landung
Während in der Kabine die Sauerstoffmasken herabfielen und Zeugen schrien, rief der Pilot mehrfach "Emergency!" aus. Der Rückflug nach Thessaloniki dauerte etwa 20 Minuten. "Das kam uns wie eine Ewigkeit vor", so Passagierin Sabrina D. weiter. Nach der Landung standen viele unter schwerem Schock – laut Berichten soll sogar der Pilot geweint haben. Der verletzte Serbe wurde vor Ort medizinisch versorgt und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Um die Verspätung gering zu halten, startete laut Ryanair um 9.53 Uhr Ortszeit ein Ersatzflugzeug.
Experte ordnet den Vorfall ein
Der emeritierte Professor für Luftfahrtelektronik und frühere Pilot Harald Hanke ordnete den Vorfall ein und betonte: "Eigentlich kommt so etwas sehr selten vor." Er erklärte den starken Sog mit dem physikalischen Druckausgleich: "Wenn in der Kabine nun plötzlich ein großes Loch entsteht, gleicht sich der Druck schlagartig aus." Dadurch werden lose Gegenstände und nicht angeschnallte Personen in Richtung der Öffnung gerissen. "Je größer die Öffnung ist, desto schneller geschieht das", so der Experte.