Stellenabbau
Pharmakonzern streicht rund 200 Jobs in Österreich
Der japanische Pharmakonzern Takeda soll rund 200 Stellen in Österreich streichen. Das berichtet "Die Presse" am Dienstag (online). Betroffen sei vor allem der Bereich Forschung und Entwicklung zu Biologika in Wien, so das Unternehmen gegenüber der Zeitung. Bestätigt wurde die Zahl der abgebauten Stellen aber weder gegenüber der "Presse" noch gegenüber der APA. Verhandlungen für einen Sozialplan sind jedenfalls im Gange.
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Zur APA hieß es, dass die Zahl der wegfallenden Jobs geringer als 200 ausfallen werde. Eine genaue Zahl könne man nicht nennen, weil der Prozess noch laufe. Hintergrund des Stellenabbaus sind strategische Überlegungen im Zuge eines Chefwechsels. Beim japanischen Konzern hat im Juni die Managerin Julie Kim den Vorstandsposten übernommen.
Diese strebe danach, die "Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, das langfristige Wachstumsprofil zu verbessern und weiterhin einen verlässlichen Zugang zu lebenswichtigen Therapien" zu gewährleisten. "Im Rahmen dieser Transformation überprüft das Unternehmen seine Prozesse und Organisationsstruktur, um sicherzustellen, dass es für das heutige Umfeld und die Zukunft gut aufgestellt ist", hieß es von Takeda.
"Der Fokus liegt auf der Standardisierung und Vereinfachung von Arbeitsweisen, um Ressourcen effektiver zu priorisieren." Beschäftigt seien bei Takeda hierzulande mehr als 4.000 Mitarbeitende, Österreich bleibe aber ein wichtiger Standort. In Wien würden die Forschungsaktivitäten grundsätzlich fortgesetzt.
Fragezeichen hinter geplantem Labor in der Seestadt
Konsequenzen wird der Schritt allerdings für ein geplantes Life-Sciences-Labor in der Seestadt Aspern im 22. Wiener Gemeindebezirk haben, in das zuvor eine Millioneninvestition geflossen war und Unterstützung aus der Kommunalpolitik erhielt. Der Spatenstich erfolgte im Jahr 2023, fertiggestellt wurde der Bau heuer im Mai. Auf 25.000 Quadratmetern hätten rund 250 Forscherinnen und Forscher etwa an neuen Therapien in den Bereichen Onkologie und seltene Krankheiten arbeiten sollen, hieß es damals. Nun ist es zweifelhaft, dass das Labor von Takeda überhaupt in Betrieb genommen wird. Das Unternehmen wolle die Räumlichkeiten und Laborinfrastruktur untervermieten bzw. bestenfalls an ein Unternehmen aus der Life-Sciences-Branche übergeben, wurden der APA Angaben der "Presse" bestätigt.