Neue Ausstellung

Picasso & Bacon als Albertina-Highlights

© The Estate of Francis Bacon
In einer spannungsvollen Gegenüberstellung zeigt die großangelegte Ausstellung die beiden bedeutendsten figurativen Maler des 20. Jahrhunderts, Pablo Picasso und Francis Bacon.
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Unter dem Eindruck Picassos fasste Bacon den Entschluss, Maler zu werden. Sein Leben lang sollte er mit diesem großen Vorbild ringen – und letztlich danach streben, sie zu übertreffen. Für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wollte Bacon das sein, was Picasso für die erste war: Chronist des Menschseins in all seiner Zerrissenheit.

Pablo Picasso - Dora Maar, 1940 © Succession Picasso

Zwei Jahrhundert-Künstler

Beide Jahrhundertkünstler rückten die menschliche Existenz ins Zentrum ihrer Bildwelt. Beide beschäftigte der menschliche Körper – zerrissen, neu zusammengesetzt und mit radikaler Kraft neu erfunden. In ihren verzerrten Darstellungen zeigen sie Schmerz, Begierde und Verletzlichkeit und halten der modernen Seele einen schonungslosen Spiegel vor. Themen wie Kreuzigungen, Schreie, Stierkampf, Akte und die "Tränen des Eros" offenbaren für beide das Drama des Lebens.

Francis Bacon - Porträtstudie, 1949 © The Estate of Francis Bacon

70 Werke der Künstler

Obwohl Picasso selbst nicht von Bacon beeinflusst war, verfolgte auch er dessen Karriere aufmerksam. Rund 70 Schlüsselwerke aus internationalen Museen und Privatsammlungen von Chicago über Mexico-City bis London, Paris und Stockholm illustrieren in einer eindrucksvollen Konfrontation die Gemeinsamkeiten im Œuvre der beiden Meister und die Bedeutung Picassos für die nachfolgende Künstlergeneration.

Pablo Picasso - Figur am Meeresstrand, 1929 © Succession Picasso

Zu sehen ist die Ausstellung "What it feels like to be human" ab 18. September in der Wiener Albertina.