Thriller

Pole-Knall in Mexiko: Verstappen bremst Hamilton zu Premiere

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Lewis Hamilton hat in Mexiko die erste Ferrari-Pole-Position des Jahres eingefahren. Der Brite hatte dabei allerdings jede Menge Hilfe von Max Verstappen, der sich am Weg zur Bestzeit in der letzten Kurve stark verbremst hat.
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Kimi Antonelli nimmt von Startplatz vier aus Anlauf auf seinen ersten WM-Titel. Kommt der 20-jährige Italiener am Sonntag (21.00 Uhr/live ORF 1 und Sky) im Grand Prix von Mexiko unter den ersten neun Fahrern ins Ziel, steht er als jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte fest. Seine rechnerisch verbliebenen WM-Rivalen stehen allerdings in der ersten Startreihe: Lewis Hamilton holte vor George Russell im zweiten Mercedes die erste Pole Position der Saison für Ferrari.

Hamilton bejubelte am Samstag in Mexiko-Stadt nicht nur die 105. Grand-Prix-Pole seiner Karriere, sondern auch die erste seit mehr als drei Jahren und seinem Wechsel zu Ferrari. Zuletzt war der Rekordweltmeister 2023 in Ungarn noch für Mercedes auf den ersten Startplatz gefahren. "Das fühlt sich großartig an", sagte Hamilton. "Ich bin so glücklich, mir fehlen die Worte. Es war bisher ein schwieriges Wochenende, wir waren ein bisschen hinterher. Aber wir haben einen tollen Job gemacht mit dem Setup."

Sein Teamkollege Charles Leclerc, der im Freien Training am Freitag zweimal der Schnellste gewesen und auch als Führender in die letzten Quali-Umläufe gegangen war, konnte im Finish nicht mehr zusetzen und kam nicht über Startplatz drei hinaus. Vierfach-Weltmeister Max Verstappen wurde im Red Bull Vierter, wird wegen eines Scharmützels mit Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson im Freien Training aber um einen Platz zurückversetzt. Antonelli rückt daher in die zweite Startreihe vor.

Antonelli in Quali zurück

Im Kampf um Reihe eins hatte Antonelli nichts mitzureden. Der WM-Anwärter war in den ersten beiden Quali-Abschnitten Neunter und Siebenter, ehe er als Fünfter im Finish 0,193 Sekunden auf Hamilton verlor. "Es war nicht meine beste Leistung", sagte Antonelli, der mit Grip-Problemen kämpfte. Russell dagegen kam Hamilton bis auf neun Tausendstelsekunden nahe. Um Antonellis Krönung theoretisch noch zu verhindern, muss einer der beiden Engländer den Grand Prix gewinnen. Ist es Russell, reicht Antonelli Rang neun, bei Hamilton auch Rang zehn.

In diesem Fall würde der Mercedes-Jungstar bereits vier Rennen vor Schluss nicht nur als erst dritter Italiener nach Giuseppe Farina und Alberto Ascari in den 1950er-Jahren als Weltmeister feststehen, er würde auch Sebastian Vettel als bisher jüngsten Champion der Königsklasse ablösen. Der Deutsche war bei seinem ersten von vier Titelgewinnen mit Red Bull 2010 in Abu Dhabi 23 Jahre und 134 Tage alt. Für Antonelli ist der Rennsonntag in Mexiko der 68. Tag nach seinem 20. Geburtstag. "Morgen wird ein großer Tag", meinte der Youngster.

Ocon bei Haas ausgebootet

Der bereits entthronte Vorjahres-Weltmeister Lando Norris musste sich mit Platz sechs zufriedengeben, nachdem er im dritten Freien Training am Samstag noch eine Tausendstelsekunde vor Antonelli Bestzeit erzielt hatte. Oscar Piastri im zweiten McLaren verabschiedete sich als 13. überraschend bereits im zweiten Quali-Abschnitt. Isack Hadjar landete im zweiten Red Bull vor Lawson und dessen Racing-Bulls-Teamkollegen Arvid Lindblad auf Rang sieben.

Nicht mehr fahren durfte am Samstag Esteban Ocon. Der Franzose wurde vom Team Haas für dieses Wochenende kurzfristig durch den Japaner Ryo Hirakawa ersetzt. Gründe für die Entscheidung nannte der US-Rennstall nicht. Es handle sich nicht um einen Krankheitsfall, hieß es lediglich. Ocons Formel-1-Karriere könnte vorerst zu Ende sein. Der 30-Jährige muss sein Haas-Cockpit für die kommende Saison an den Brasilianer Rafael Camara abgeben. Dieser könnte theoretisch schon nächste Woche beim Brasilien-GP debütieren.

Ocon war bereits die Saison 2024 nach einem Streit mit seinem damaligen Team Alpine nicht zu Ende gefahren. Hirakawa kam in seinem ersten F1-Qualifying auf Rang 19. Auf die Zeit seines Haas-Kollegen Oliver Bearman (15.) fehlten dem zweimaligen Langstrecken-Weltmeister, 2022 Sieger des 24-Stunden-Klassikers in Le Mans, in Q1 0,875 Sekunden. Wegen eines technischen Defekts am Aston Martin von Fernando Alonso war der erste Quali-Abschnitt kurz mit einer Roten Flagge unterbrochen.