Polen verstärkt den Schutz seiner Außengrenze zur russischen Exklave Kaliningrad. Nach der Sichtung mehrerer Personen mit Taschenlampen in der Nacht ließ Ministerpräsident Donald Tusk (69) umgehend Einsatzkräfte mobilisieren. "Wir haben unsere Kräfte und Mittel sehr schnell dorthin geschickt und konnten Provokationsversuche verhindern", erklärte Tusk am Dienstag vor einer Regierungssitzung.
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Warnungen vor möglicher Eskalation
Seit mehreren Tagen schickt das Land zusätzliche Beamte sowie Antiterror-Einheiten in die Nordostregion. Hintergrund sind Warnungen des polnischen Militärnachrichtendienstes und verbündeter Geheimdienste vor drohenden Sabotageakten, Provokationen oder dem Eindringen bewaffneter Gruppen in der ersten Novemberhälfte. Auch NATO-Oberbefehlshaber Alexus Grynkewich (55) soll Tusk während seines Besuchs in Polen vor einer Eskalation gewarnt haben.
Tusk mahnt zur Aufmerksamkeit
"Die Spannungen und die Eskalation vonseiten Russlands können andauern", warnte der Regierungschef Tusk am Dienstag. Polen müsse deshalb weiterhin "sehr konzentriert und mobilisiert bleiben, um mögliche Sabotageakte und Provokationen zu verhindern – nicht nur an der Grenze, sondern auch im Landesinneren."
Vorfälle in den letzten Monaten
Es ist nicht die erste heikle Situation an diesem Abschnitt. Bereits in den vergangenen Monaten gab es mehrere Zwischenfälle. Polen wirft Russland unter anderem Sabotage an einer Bahnstrecke sowie einen Brandanschlag auf ein Einkaufszentrum in Warschau vor.
Strategisch wichtige Lage der Region
Der Fokus liegt dabei auf der russischen Exklave Kaliningrad zwischen Polen und Litauen. In unmittelbarer Nähe verläuft der Suwałki-Korridor, der die baltischen NATO-Staaten mit dem übrigen Bündnisgebiet verbindet.