Polit-Barometer

Umfrage-Knall: Babler Letzter, Kickl auf Platz 1

© APA/ROLAND SCHLAGER
Kickl und Gewessler weit vor Stocker, Meinl und Babler.
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Wenn man glaubt, es ginge nicht noch schlechter – geht‘s nochmals bergab. Das trifft aktuell vor allem auf die Regierungspolitiker zu, die in der Wählergunst auf einem historischen Tiefststand sind, wie die aktuelle Lazarsfeld-Umfrage für oe24 (2.000 Befragte vom 17. bis zum 25. 8., max. Schwankung 2,2 %) zeigt.

Die SPÖ ist nur noch bei 15 %. Ganz tief im
Jammertal ist auch Andreas Babler, der SPÖ-Chef, der im Politbarometer unbewegt nur den letzen Platz belegen kann (-45). Vor ihm ist Neos-Chefin Meinl-Reisinger, die auf einen Saldo von -37 kommt, wie auch Kanzler Christian Stocker. Die ÖVP als Partei ist bei 22 % in der Sonntagsfrage, die NEOS dümpeln bei 7% herum.

Kickl führt und ist mit FPÖ ganz vorne

Im Politbarometer kommt FPÖ-Chef Herbert Kickl auf einen Saldo von -1 und ist somit wie auch Leonore Gewessler, die Grünen-Chefin mit -29, klar vor den Regierungsspitzen. Die FPÖ erreicht den Umfragen-Olymp: Lazarsfeld berechnet für die Blauen, von deren Chef Herbert Kickl im Sommer so gut wie nichts zu hören war, 38 %. Die Grünen kommen in der Sonntagsfrage auf 11 %.

Landwirtschafts-
Minister stürzt ab

Im Vergleich zum letzten Polit-Barometer ist besonders Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig abgestürzt. Er verlor deutlich in der Wählergunst und liegt nur noch bei -27. Hinter ihm liegt als Minister noch Bildungsminister Christoph Wiederkehr mit -30.

Babler fallen Medienpläne auf den Kopf

Medienminister Andreas Babler ist Letzter im Ranking. Ihm fällt auch sein geplantes Mediengesetz zunehmend auf den Kopf. Schon sieben von neun Bundesländern haben sich klar dagegen ausgesprochen. ntscheidender Punkt: Babler plant eine Zustellungsförderung in Höhe von 22,5 Millionen Euro – nimmt aber Gratis-Medien davon aus. Weil sie offenbar nicht in seinem Sinn berichten, vermutete da sogar Bablers Parteifreund Sven Hergovich aus NÖ.

Besonders brisant: Unter den Babler-Kritikern sind alle SPÖ-regierten Bundesländer. Die Unzufriedenheit ist derzeit groß in Österreich, dass zeigt sich auch an der Verdrossenheit mit dem politischen System an sich.