Im größten provisorischen Lager von Ceuta, El Trampolín, lebten zuletzt rund 3.500 Migranten. Nun rückten die spanischen Behörden mit einem massiven Aufgebot an.
Gepanzerte Fahrzeuge fuhren an das Lager heran, Polizisten durchsuchten und räumten die Zelte. Auch Drohnen kamen zum Einsatz. Die Guardia Civil sicherte das Gebiet vom Wasser aus mit Booten und Tauchern ab, während das Militär eine zusätzliche Sicherheitslinie errichtete.
Mehr als 1.000 Menschen weggebracht
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Nach spanischen Medienberichten wurden rund 1.100 Migranten zur Registrierung an den Grenzübergang Tarajal gebracht und anschließend auf verschiedene Aufnahmestellen verteilt. Hunderte Marokkaner sollen zudem freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sein.
Als Grund für die Räumung werden unter anderem die schlechten hygienischen Bedingungen und wiederholte gewaltsame Auseinandersetzungen genannt. Zudem gab es Berichte über sexuelle Übergriffe in den Camps.
Räumung kurz vor Königsbesuch
Besonders auffällig ist der Zeitpunkt des Einsatzes: Nur neun Tage später werden König Felipe VI. und Königin Letizia in Ceuta erwartet.
Lokale Medien thematisieren die zeitliche Nähe. Dass die Räumung wegen des bevorstehenden Besuchs vorgezogen wurde, ist allerdings nicht bestätigt.
Massenansturm Ende Juli
Ceuta war Ende Juli von einem massiven Zustrom betroffen. Binnen kurzer Zeit gelangten Zehntausende Menschen von Marokko in die spanische Exklave. Seither haben die spanischen Behörden mehrfach provisorische Migrantenlager geräumt.
Zuletzt war der Benítez-Strand betroffen, wo zuvor rund 450 Menschen untergebracht waren.