Drama in Venedig
Polizisten retten Kleinkind vor dem Ersticken
Am Sonntag verwandelte sich gegen 14 Uhr ein entspannter Sommertag nahe der Lista di Spagna, direkt an der Ponte degli Scalzi, in einen echten Albtraum. Eine zweijährige Urlauberin aus Großbritannien drohte zu ersticken, nachdem sie ein Stück Melone verschluckt hatte, berichtet das Portal "Venedig Magazin". Das kleine Mädchen bekam plötzlich keine Luft mehr, woraufhin Panik ausbrach. Die verzweifelte Mutter hielt ihre Tochter im Arm und schrie laut um Hilfe, während umstehende Menschen sofort erkannten, dass in dieser Situation jede Sekunde zählte.
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Hilferufe alarmieren die Einsatzkräfte
Ganz in der Nähe kontrollierten zwei Beamte der venezianischen Stadtpolizei, Mattia Visentin und Fabio Zancolò, den Bereich rund um den Zugang zur Altstadt. Sie bemerkten die Schreie sofort und eilten ohne Verzögerung zu der Familie. Schon beim ersten Blick erfassten sie den Ernst der Lage. Während einer der Polizisten unverzüglich den Notruf 118 wählte, schritt sein Kollege direkt zur Tat.
Heimlich-Manöver rettet das Leben
Der 27-jährige Mattia Visentin reagierte geistesgegenwärtig und wandte das Heimlich-Manöver an, um die blockierten Atemwege des Mädchens zu befreien. Die Notlage war besonders kritisch, da die Zweijährige zusätzlich an ketotischer Hypoglykämie (Anm. niedriger Blutzuckerspiegel) litt. Nach wenigen bangen Sekunden löste sich glücklicherweise das verschluckte Stück Melone. Die Kleine konnte wieder atmen.
Rettungsdienst gibt schnell Entwarnung
Kurz darauf traf das Team des italienischen Rettungsdienstes ein. Die Sanitäter untersuchten das Kind gründlich und gaben wenig später Entwarnung, da sich das Mädchen in einem guten Zustand befand. Ohne das entschlossene Handeln der Beamten hätte die Situation tragisch enden können.
Aus dem venezianischen Rathaus folgte rasch deutliche Anerkennung. Bürgermeister Simone Venturini lobte die Beamten ausdrücklich und hob ihre Ruhe, Professionalität und schnelle Reaktion hervor.