Die bisherige Vizerektorin Edda Polz sieht sich bei der Besetzung der Spitze der PH NÖ benachteiligt. Obwohl sie laut Hochschulrat im Bewerbungsverfahren einstimmig als bestgeeignete Kandidatin gereiht worden sein soll, entschied sich Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) am Ende für den Christgewerkschafter Langensteiner. Eine öffentliche Begründung für die Entscheidung sprach er nicht aus.
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Polz dazu: " Es handelt sich um eine parteipolitische Besetzung des Ministers, die der Gewerkschaft und nicht dem Hochschulrat folgt. Wissenschaftliche Qualifikation und langjährige Führungsarbeit in der tertiären Bildung sowie mein Einsatz an der PH NÖ sind offenbar egal. Geschlecht und Parteipolitik wiegen beim NEOS-Minister offenkundig schwer. "
Polz will das nicht auf sich beruhen lassen. Sie brachte eine Beschwerde bei der Gleichbehandlungskommission ein. Brisant: Nach Angaben ihres Rechtsbeistands muss der Minister seine Personalentscheidung nach dem Hochschulgesetz nicht begründen. Vor der Gleichbehandlungskommission werde die Entscheidung nun jedoch genauer beleuchtet. "Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidung die Kommission treffen wird - diese wird jedenfalls eine sachliche Begründung haben", so Rechtsanwalt Konlechner.