Nations League

Prügel-Orgie nach Skandal-Spiel: Polizei-Einsatz stoppt Rasen-Schlacht!

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Nach dem Nations-League-Duell zwischen Guatemala und Suriname musste die Bereitschaftspolizei eine wüste Massenschlägerei auf dem Spielfeld beenden. Schwere rassistische Vorfälle von den Tribünen und ein umstrittener Platzverweis hatten die Partie zuvor an den Rand des Abbruchs gebracht.
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Dramatische Szenen in der CONCACAF Nations League: Nach dem hitzigen Duell zwischen Guatemala und Suriname stürmte eine Spezialeinheit der Bereitschaftspolizei das Spielfeld, um eine wüste Massenschlägerei zu stoppen. Zuvor war die Partie durch schwere rassistische Anfeindungen von den Rängen und den Ausschluss eines Gästespielers völlig aus den Fugen geraten.

Tumulte nach Schlusspfiff: Polizei muss auf den Rasen

Das entscheidende Gruppenspiel der Nations League endete in einem handfesten Chaos. Sportlich setzte sich Guatemala durch einen späten Treffer von Matthew Evans in der 96. Spielminute mit 1:0 durch und sicherte sich damit auf Kosten von Suriname das Ticket für das Viertelfinale des Bewerbs. Doch das sportliche Resultat geriet nach dem Schlusspfiff komplett in den Hintergrund.

Unmittelbar nach dem Abpfiff gingen Spieler und Betreuer beider Mannschaften aufeinander los. Videoaufnahmen belegen wüste Szenen auf dem Rasen, bei denen Profis und Offizielle Faustschläge austauschten, während von den Tribünen ohrenbetäubender Lärm und Schmähungen hallten. Die Lage eskalierte derart schnell, dass schwer bewaffnete Einheiten der Bereitschaftspolizei auf das Spielfeld stürmen mussten, um die verfeindeten Lager mit Gewalt voneinander zu trennen.

Rote Karte nach Fan-Eklat: Schiedsrichter zeigt FIFA-Geste

Die Ursache für die aufgeladene Stimmung lag in einem folgenschweren Zwischenfall in der zweiten Spielhälfte. Surinames Teamspieler Richonell Margaret war nach einer Konfrontation mit heimischen Zuschauern mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden. Margaret war zuvor von den Rängen rassistisch beleidigt worden, woraufhin der Akteur die Beherrschung verlor.

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Schiedsrichter Joe Dickerson reagierte auf die Vorkommnisse auf den Rängen, indem er mit überkreuzten Armen das offizielle X-Signal der FIFA gegen Rassismus anzeigte. Die Begegnung musste für rund zehn Minuten unterbrochen werden. In dieser Phase beriet sich der Unparteiische intensiv mit Surinames Mannschaftskapitän Myenty Abena.

Schwierige Entscheidung: Weiterspielen mit zehn Mann

Bereits der Platzverweis hatte zu heftigen Wortgefechten zwischen den beiden Trainerbänken geführt. Auf dem Feld standen die Gäste vor einem moralischen Dilemma. Kapitän Abena wandte sich nach dem Spiel mit einer ausführlichen Stellungnahme an die Öffentlichkeit:

  • Die Mannschaft wurde laut Abena während der gesamten Spieldauer von den Rängen rassistisch verunglimpft
  • Nach Margarets Reaktion entschied der Schiedsrichter auf Ausschluss und kippte damit den Spielverlauf
  • Rund zwanzig Minuten vor dem Ende entschied sich das Team gegen einen Spielabbruch

Abena begründete diesen Entschluss: "Als Kapitän stand ich vor einer schweren Entscheidung: Verlassen wir den Platz und akzeptieren die Konsequenzen, oder spielen wir mit zehn Mann weiter und weigern uns, zuzulassen, dass Rassismus uns von dem Spiel vertreibt, das wir lieben? Wir haben uns entschieden weiterzuspielen. Nicht weil das Geschehene akzeptabel war oder uns kaltließ, sondern aus Liebe zum Fußball, zu unserem Land und zueinander."

General Manager droht mit Boykott künftiger Länderspiele

Richonell Margaret veröffentlichte nach Spielende mehrere Nachrichten und rassistische Bilder, die ihm via Social Media zugesandt worden waren. In seiner Instagram-Story forderte er die Verbände direkt heraus: "Das gesamte Stadion macht Affenlaute gegen mich und meine Teamkollegen. Müssen wir das immer akzeptieren?"

Für Suriname ist es bereits der zweite schwere Vorfall dieser Art innerhalb kürzester Zeit; bereits im Vorjahr war das Nationalteam bei einem WM-Qualifikationsspiel in El Salvador Zielscheibe rassistischer Ausfälle geworden. General Manager Brian Tevreden fand nach Abpfiff drastische Worte: "Das ist ein Skandal und kann so nicht weitergehen. Wir sind diejenigen, die bestraft werden: Das gesamte Spiel wurde auf den Kopf gestellt. Es ist bereits das zweite Mal, dass uns so etwas in Mittelamerika passiert. Ich überlege ernsthaft, mit meiner Mannschaft nicht mehr an Orte zu reisen, an denen so etwas zugelassen wird. CONCACAF und FIFA müssen jetzt durchgreifen."

Auch Kapitän Abena forderte abschließend harte Konsequenzen: Bloße Kampagnen und Worte reichten nicht mehr aus. Wenn man Rassismus wirklich aus dem Sport verbannen wolle, müssten den Taten spürbare Strafen folgen.