Polizei & Klinik

Psycho-Drama um Perez Hilton

© WireImage.com/Getty
Große Sorge um Perez Hilton: Nach einem verstörenden Social-Media-Livestream, in dem er sich selbst verletzt haben soll, wurde der 48-Jährige von den Einsatzkräften in ein Spital gebracht.
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Ein beunruhigender Live-Videoauftritt im Netz versetzte die Anhängerschaft von Perez Hilton in Aufruhr. Laut Berichten von US-Medien soll sich der Promiblogger vor laufender Kamera selbst verletzt haben, wobei auch Blut geflossen sein soll. Besorgte Zuschauer alarmierten daraufhin umgehend die Behörden. Das Sheriffbüro von Miami-Dade County bestätigte gegenüber dem Portal "Page Six" am Dienstagabend, dass es "mehrere Anrufe" gegeben habe, in denen von einer "Person berichtet wurde, die Selbstverletzungen live in den sozialen Medien streamte".

Daraufhin rückten die Einsatzkräfte zum Anwesen des 48-Jährigen in Miami aus. Die Beamten entschieden sich vor Ort für ein deeskalierendes Vorgehen und behielten die Lage zunächst genau im Auge. Wie das Magazin "Newsweek" berichtete, stellten die Polizisten sicher, dass der Blogger allein in seinem Haus war. Ein Pressesprecher des Sheriffs von Miami-Dade gab schließlich Entwarnung bezüglich der Bergung: "Die Person wurde sicher geborgen und von der Feuerwehr von Miami-Dade in ein örtliches Krankenhaus gebracht, wo sie medizinisch versorgt wird." Zudem hieß es von behördlicher Seite: "Die Kriseninterventionseinheit des Miami-Dade Sheriff’s Office und zugelassene Fachkräfte für psychische Gesundheit sind ebenfalls vor Ort und bieten der Familie des Betroffenen Unterstützung an."

Management bittet um Privatsphäre

Auch das Team des Bloggers, der mit bürgerlichem Namen Mario Armando Lavandeira Jr. heißt, zeigte sich tief besorgt. Sein Management wandte sich gegenüber dem US-Portal "TMZ" an die Öffentlichkeit: "Wir sind uns der besorgniserregenden Inhalte bewusst, die derzeit über unseren Klienten Perez Hilton kursieren. Bislang ist es uns trotz unserer fortwährenden Bemühungen nicht gelungen, direkten Kontakt zu ihm aufzunehmen.

Die Vertreter betonten, dass das Wohlergehen und die Gesundheit des Betroffenen sowie seiner Familie nun oberste Priorität hätten. Weitere Spekulationen wolle man derzeit verhindern: "Solange wir keine bestätigten Informationen haben, werden wir keine Spekulationen anstellen oder weitere Kommentare abgeben. Wir wissen die Anteilnahme aller zu schätzen und bitten darum, seine Privatsphäre in dieser Zeit zu respektieren."

Schwere gesundheitliche Rückschläge im heurigen Jahr

Der dramatische Vorfall reiht sich in eine Serie gesundheitlicher Krisen ein, die den Blogger im bisherigen Jahresverlauf schwer belasteten. Erst im März musste er für 21 Tage im Spital behandelt werden. Nach einer Grippe hatte er Medikamente auf nüchternen Magen eingenommen, woraus sich ein schweres Magengeschwür bildete. Dies führte in weiterer Folge zu einem Magendurchbruch und einer lebensgefährlichen Blutvergiftung. Hilton verarbeitete den Vorfall später öffentlich und gab an, dass dieses Erlebnis seine gesamte Sicht auf das Leben nachhaltig verändert habe. Nur einen Monat später, im April, folgte die nächste Not-Operation, bei der Ärzte ein gefährliches Blutgerinnsel tief in einer Vene entfernten. Damals zeigte sich der Promiblogger noch sichtlich erleichtert darüber, dass die Lebensgefahr rechtzeitig erkannt worden war.