In Nations League
Rangnicks Bad Boys: ÖFB-Team mit unrühmlichem Europa-Rekord
Sieben Punkte aus drei Spielen, Tabellenführung und der Aufstieg in die höchste Nations-League-Liga in Reichweite: Für Österreich läuft es bislang nach Plan. Zwei 3:1-Siege gegen Israel und den Kosovo sowie ein 2:2 in Irland sorgen für gute Stimmung. Doch neben den sportlichen Erfolgen fällt das ÖFB-Team auch mit einer anderen Zahl auf: bei den Fouls.
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53 Fouls in drei Spielen haben die Schützlinge von Teamchef Ralf Rangnick begangen. Damit liegt Österreich bei der Gesamtzahl gleichauf mit Belarus an der Spitze. Allerdings hat Andorra mit 48 Fouls erst zwei Partien absolviert und kommt damit auf einen noch höheren Schnitt. Rangnicks Mannschaft gehört also zu Europas fleißigsten Foul-Sündern.
Dabei ist aggressives Pressing eigentlich Teil des Erfolgsrezepts. Der Gegner soll unter Druck geraten, Fehler machen und den Ball möglichst schnell wieder verlieren. Dass die Intensität auch ihren Preis hat, zeigte sich zuletzt in Dublin: Nach einer schwachen ersten Hälfte und einem 0:2-Rückstand rettete Österreich immerhin noch ein 2:2.
Offensiv stark, bei Pässen mit Luft nach oben
Immerhin gibt es auch Grund zum Jubeln: Acht Tore in drei Spielen sind eine starke Ausbeute. Für Europas Tor-Thron reicht das aktuell allerdings nicht. England hält bei elf Treffern, Spanien bei zehn und Finnland bei neun. Österreich liegt mit der Schweiz auf Rang vier.
Dennoch bemerkenswert: Alle acht österreichischen Tore wurden von unterschiedlichen Spielern erzielt, vier davon gingen auf das Konto von Jokern. Auch bei den Ballgewinnen mischt Rot-Weiß-Rot vorne mit: 132 Eroberungen bedeuten Rang drei hinter der Türkei (145) und Portugal (138).
Bei den Abschlüssen aufs Tor stehen 22 zu Buche. Die Niederlande liegen mit 23 knapp davor. Weniger überzeugend fällt die Passgenauigkeit aus: 85 Prozent stehen ebenso zu Buche wie ein durchschnittlicher Ballbesitz von 50 Prozent.