Conference League

Rapid holt nach Achterbahnfahrt 2:2-Remis bei Hearts

© GEPA pictures
Rapid erkämpft sich im Hinspiel des Conference-League-Play-offs bei Heart of Midlothian ein 2:2. Joker Wurmbrand rettet den Hütteldorfern nach dem Rückstand einen Punkt.
Zur Vollversion des Artikels

Nach dem phänomenalen 8:0-Galaauftritt gegen den GAK hat der SK Rapid im Hinspiel des Conference-League-Play-offs bei Heart of Midlothian Moral bewiesen. Die Hütteldorfer brauchten am Donnerstagabend kurz, um am schottischen Boden die Nervosität abzulegen, übernahmen danach aber das Kommando. Jonas Seidl prüfte Hearts-Keeper Beau Reus nach feinem Zuspiel durch die Mitte erstmals zentral (9.). Nur wenige Augenblicke später scheiterte Bendegúz Bolla aus kürzester Distanz am glänzend reagierenden Schlussmann der Schotten (13.).

Raux Yao köpft Rapid in Schottland in Führung

Die Drangperiode des Teams von Trainer Robert Hoff-Thorup belohnte sich schließlich nach einer halben Stunde. Ein kurz ausgeführter Eckball landete über Kapitän Seidl millimetergenau auf dem Kopf von Serge-Philippe Raux Yao. Der hochgewachsene Franzose stieg im Strafraum am höchsten und nickte zur verdienten 1:0-Führung für die Wiener ein (30.). Mit dem knappen Vorsprung im Rücken ging es für die Hütteldorfer in die Kabine.

Hearts drehen die Partie gegen Rapid nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Spielgeschehen in Edinburgh komplett. Die Schotten kamen extrem schwungvoll aus der Kabine und setzten die Rapid-Abwehr mächtig unter Druck. In Minute 55 passierte das Unglück: Einen scharfen Stanglpass von McPake fälschte Torschütze Raux Yao unglücklich ins eigene Gehäuse ab – 1:1! Nur sieben Minuten später schlug James Wilson aus über 30 Metern krachen zu, überraschte den weit vor seinem Tor stehenden Niklas Hedl und drehte das Match komplett auf 2:1 für die Hearts (62.).

Joker Wurmbrand rettet Rapid das 2:2-Remis

Hoff-Thorup reagierte und bewies mit den Einwechslungen von Nikolaus Wurmbrand und Roman Bajlicz ein goldenes Händchen. Die beiden Youngster brachten sofort frisches Leben in die grün-weiße Offensive. Nach einem Eckball bediente Bajlicz nach der zweiten Ablage Wurmbrand, der im Strafraum kühlen Kopf bewahrte und den Ball Eiskalt durch die Beine des Keepers zum 2:2-Endstand einschob (79.). Durch die Aufholjagd verschafft sich Rapid vor dem Rückspiel am Mittwoch (18.45 Uhr/live Sport24-Liveticker) in Wien eine hervorragende Ausgangsposition.