Völlig verrückt

Infantino-Plan mit 211 (!) WM-Teilnehmern enthüllt

Ein Mann spricht bei einer Pressekonferenz neben dem FIFA-WM-Pokal und einem Mikrofon.
© AFP
Kurz nachdem die Verkaufs-Pläne der Weltmeisterschaft von FIFA-Boss Gianni Infantino gescheitert sind, wird seine nächste größenwahnsinnige Idee enthüllt.
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FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich in den vergangenen Wochen bei den Fußball-Fans weltweit keine Freunde gemacht. Einzig die Nationen, die von seinen fragwürdigen Methoden profitieren, halten dem 56-jährigen Schweizer noch die Treue.

Doch die Idee, die Weltmeisterschaft zu privatisieren und damit Milliarden Dollar zu lukrieren, scheint nicht die einzige größenwahnsinnige Idee des derzeit noch mächtigsten Mannes im Weltfußball gewesen zu sein. Er hält zwar weiterhin an der angestrebten Wiederwahl im März fest, der Kampf um die Stimmen wird aber immer erbitterter.

Nun berichtet das Fach-Portal "The Athletic" über den nächsten XXL-Plan, mit dem Infantino Privatinvestoren zur Kassa bitten wollte. Die Idee, die er verfolgte, hat es in dieser Form allerdings noch nie gegeben und scheint absolut unvorstellbar.

Alle Verbände sollen mitspielen

Demnach sollten alle 211 Mitgliedsverbände (offiziell gibt es nur 195 anerkannte Länder weltweit) der FIFA an der U15-WM teilnehmen dürfen. Das Ziel des FIFA-Bosses war zumindest offiziell, eine globale Bühne für die jüngsten Talente zu schaffen und diese gleichzeitig hocheffektiv zu vermarkten. Als direkte Inspiration für dieses Mega-Projekt diente dem FIFA-Boss ein erfolgreiches Vorbild aus dem US-amerikanischen Jugendsport: die sogenannte Little League. Dieses riesige internationale Turnier für Jugend-Baseball und -Softball erfreut sich in den Vereinigten Staaten sowie weltweit enormer Beliebtheit und erzielt regelmäßig hohe Einschaltquoten und Werbeeinnahmen.

Ein ähnliches Konzept wollte der Schweizer nun im Jugendfußball etablieren. Um dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen, wurde ein detaillierter Vorschlag ausgearbeitet. Verantwortlich dafür zeichnete Juan Carlos Rodriguez, der ehemalige Kommissar des mexikanischen Fußballverbandes. Rodriguez stützte sich bei seinen Entwürfen auf finanzkräftige Partner.

US-Milliardäre an Bord

Unterstützung erhielt der mexikanische Funktionär von der US-amerikanischen Holdinggesellschaft Eldridge Industries. Deren Vorsitzender ist kein Unbekannter in der internationalen Fußballwelt: Todd Boehly, der Miteigentümer des englischen Premier-League-Klubs Chelsea. Gemeinsam mit Vertretern des US-amerikanischen Sport-TV-Riesen ESPN wurden bereits konkrete Gespräche über den möglichen Austragungsort des Turniers geführt.

Dabei geriet vor allem der hochmoderne ESPN-Sportkomplex in Orlando im US-Bundesstaat Florida ins Visier der Planer. Da sich in Orlando auch ein riesiger Disney-Freizeitpark befindet, sah das Konzept vor, die feierlichen Eröffnungs- und Schlusszeremonien direkt in Disneyland abzuhalten, um dem Event maximalen Show-Charakter zu verleihen.

Palästina gegen Israel als Eröffnungsspiel

Besonders brisant: FIFA-Boss Infantino wünschte sich für dieses gigantische U15-Turnier ein hochsymbolisches Eröffnungsspiel. Es sollte zum Duell zwischen Israel und Palästina kommen, um im Geiste des Sports ein Zeichen der Versöhnung zu setzen. Dieser hochsensible Plan war jedoch nicht Teil des offiziellen schriftlichen Vorschlags. Der Grund dafür liegt in der Vergangenheit: Ein früherer Versuch einer sportlichen Annäherung zwischen den beiden Nationen auf einem FIFA-Kongress im kanadischen Vancouver war krachend gescheitert. Damals weigerten sich die Vertreter beider Verbände demonstrativ, sich gegenseitig die Hände zu schütteln.

Die weitreichenden und durchaus umstrittenen Pläne für die U15-Weltmeisterschaft wurden schließlich kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 überraschend aufgeschoben. Ob das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt wieder aus der Schublade geholt wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass die FIFA weiterhin nach Wegen sucht, neue Märkte im Jugendbereich zu erschließen.

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