Unter Applaus betrat David Alaba gemeinsam mit dem technischen Leiter und ehemaligen Schweizer Nationalspieler Gökhan Inler den Raum, sechs Minuten nach dem angesetzten Start: Willkommen in Italien!
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Auch Sportchef Gian Luca Nani und Geschäftsführer Franco Collavino nahmen neben dem ÖFB-Kapitän Platz. Ersterer schwärmte bereits einen Tag vor der Vorstellung vom Neuzugang und dessen Mentalität (oe24 berichtete).
"Ich wollte schon immer in der Serie A spielen", versicherte Alaba den Journalisten vor Ort, gestand auch Gespräche mit anderen italienischen Klubs. Er sei bei einem "Team der Tradition". Was ihn vom Wechsel überzeugte? "Ich habe mit dem Trainer (Kosta Runjaic, Anm.) gesprochen, er hat mich von dem Projekt überzeugt."
ÖFB-Team? "Zeit keineswegs beendet"
Alaba selbst antwortete auf Englisch und Deutsch, verstand auch von den italienischen Fragen und Aussagen nichts. Auch deshalb, weil der Übersetzer in seinem Ohr länger nicht funktionierte.
Alaba wurde auch auf seine Zeit in der Nationalmannschaft angesprochen, die er definitiv nicht als beendet ansieht, wie er betonte: "Wir haben gemeinsam ganz bewusst entschieden, meine Zeit bei der Nationalmannschaft für ein paar Tage zu unterbrechen, weil ich meine neue Erfahrung hier in Udinese beginnen wollte. Deshalb nein, ich betrachte meine Zeit in der Nationalmannschaft keineswegs als beendet."
Natürlich ging es aber auch um seine Rolle bei seinem neuen Klub, vor allem auch sportlich: "Ich war immer ein sehr vielseitiger Spieler, kann auf vielen Positionen und in vielen Rollen spielen und bin hier, um der Mannschaft zu helfen. Die Position, auf der ich spielen werde, ist für mich nicht so wichtig – ich möchte einfach der Mannschaft helfen. Aber ich denke, dass ich meine Stärken als Innenverteidiger am besten einbringen kann."
Alaba will als "großer Bruder" fungieren
Der 34-Jährige ist weiterhin einer der größten Namen im Fußball und bringt enorm viel Erfahrung mit, auf die Trainer Runjaic natürlich zurückgreifen will. Wie er sich selbst sieht, beantwortete der Wiener so: "Vielleicht kann ich auf diese Weise auch zu dieser Rolle als "großer Bruder" werden. Es ist nicht das erste Mal in meiner Karriere, dass ich diese Rolle übernehme. Das ist mir schon öfter passiert. Ich bin jemand, der immer sehr gerne Verantwortung übernimmt – auch in der österreichischen Nationalmannschaft bin ich einer der erfahrensten Spieler. Persönlich habe ich immer versucht, diese Rolle auch beim FC Bayern und bei Real Madrid einzunehmen. Deshalb ist das für mich nichts Neues."
Auch die Sorgen um seine Fitness blieben nicht ungefragt, davon wollte Alaba aber nichts wissen: "Ich weiß genau, was für ein Spieler ich bin, und ich bin hier, um Fußball zu spielen. Ich bin hier, um die nächsten Kapitel meiner Geschichte als Fußballer zu schreiben. Ich habe viel Erfahrung, kenne meine Qualitäten und möchte sie in den Dienst der Mannschaft stellen. All diese Gerüchte (um fehlende Fitness, Anm.) interessieren mich weniger."
"Ich habe mit der Mannschaft trainiert und ich kann sagen, dass ich bereit bin zu spielen." Womöglich gibt es gegen den FC Torino am Montag (20.45 Uhr/live DAZN & im oe24-Live-Ticker) also bereits schon sein Udinese-Debüt.
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