Nur im 1. Halbjahr 2025 (3,2 Mio. Euro) wurde im vergangenen Jahrzehnt weniger investiert. Insgesamt gingen die meldepflichtigen Werbeausgaben der öffentlichen Hand leicht von 176,8 Mio. Euro auf 173,9 Mio. Euro zurück.
Skurril: Ausgerechnet Medienminister Andreas Babler - der sich ja stets gegen öffentliche Inserate ausspricht - gab mit seinem Ressort 523.000 Euro für Inserate in regierungsfreundlichen Medien aus.
10,6 Millionen Euro flossen an ORF
Besonders dramatisch reduzierte die Stadt Wien ihre Werbeausgaben: Und zwar gleich um 50 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2025 auf ca. 5,6 Mio. Euro ein.
Hauptprofiteur der öffentlichen Inserate war der ORF: Rund 10,6 Mio. Euro gaben öffentliche Stellen für Werbung im staatseigenen Rundfunk aus.
Die Geldschatulle öffnete die Regierung auch für die öffentlich von ihr immer so gescholtenen Silicon-Valley-Giganten, die bis auf eine Mini-Digital-Steuer in Österreich keine Steuern zahlen: Alleine Google erhielt 8,2 Millionen (!) Euro und konnte entgegen dem Markttrend gegenüber dem Vorjahr bei den öffentlichen Inseraten sogar zulegen. Auch Meta (Facebook, Instagram) legte auf ca. 6,8 Mio. Euro zu, TikTok (ca. 850.000 Euro) ebenso. Generell stiegen die Werbeeinnahmen der internationalen Giganten abermals an - um ca. 1 Mio. Euro auf 17,4 Mio. Euro, die von Bund, Ländern, Kammern oder auch (teil-)staatlichen Betrieben an sie flossen.
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Krone erhält am meisten, Standard casht 2,7 Millionen Euro
Von den privaten Medien erhielt die Krone am meisten: Insgesamt sind es mehr als 7 Millionen Euro für Krone Verlag, Krone Multimedia und Kronehit. Ordentlich abkassiert hat auch der Standard, der Regierungsinserate ja stets heftig kritisiert: Mehr als 2,7 Millionen Euro an öffentlichen Inseraten landeten beim Standard. Damit liegt der Standard weit vor oe24 (1,9 Millionen) oder Heute (2,1 Millionen), die beide weitaus höhere Reichweiten haben.