Sicherheitsmaßnahme

Reisepass in Alufolie: Bringt das etwas?

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Angst vor Datendiebstahl: Reisende wickeln ihren Pass neuerdings gerne in Alufolie ein, um den Chip zu schützen. Völlig unnötig oder der ultimative Hack?
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Name, Geburtsdatum und Passbild sind auf modernen Reisepässen und Personalausweisen nicht nur abgedruckt, sondern auch auf einem integrierten Chip hinterlegt. Das macht die Dokumente maschinell auslesbar und beschleunigt die Grenzkontrollen erheblich. Doch bei vielen Urlaubern sorgt genau dieser Chip für Unbehagen: Sie befürchten, dass ihre sensiblen Daten unbemerkt gescannt werden könnten. Als gängiger Tipp im Netz kursiert daher die Idee, das Ausweisdokument schlichtweg in Alufolie einzuwickeln. Diese soll die elektromagnetischen Signale abschirmen, die zwischen Auslesegerät und Chip ausgetauscht werden.

Heimliches Auslesen der Daten verhindern

Das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gibt hier jedoch Entwarnung und sieht keinen Bedarf für die Alufolie. Spezielle Sicherheitsmechanismen sorgen laut der Behörde bereits dafür, dass die Chips ohne einen direkten Zugriff nicht ausgelesen werden können. Zum Einsatz kommt bei allen Pässen und Personalausweisen das sogenannte Password Authenticated Connection Establishment (PACE). Das ältere Basic Access Control (BAC) wird laut dem BSI lediglich bei älteren Dokumenten noch "aus historischen Kompatibilitätsgründen" unterstützt. Beide Systeme verhindern zuverlässig, dass Kriminelle die Dokumente beispielsweise unbemerkt durch die Jackentasche auslesen.

Schutzhülle als Alternative

Wer sich mit einem umhüllten Pass dennoch sicherer fühlt, muss nicht jedes Mal umständlich im Küchenkasten nach Alufolie kramen und das Dokument bei jeder Kontrolle herauspellen. Wesentlich praktischer und langlebiger sind spezielle RFID-Schutzhüllen.

Der beste Schutz auf Reisen bleibt daher nach wie vor ein achtsamer und bewusster Umgang mit den eigenen Ausweisdokumenten.