FASZINATION TIEFSEE
Stachelige Neuzugänge im Haus des Meeres
Leuchtend orange, extrem stachelig und so langsam wie ein Faultier – diese neuen Bewohner im Haus des Meeres sorgen ordentlich für Aufsehen.
Die außergewöhnlichen Stachelschweinkrabben (Paralomis histrix) kommen ursprünglich aus Japan. Dort wurden die beeindruckenden Tiefsee-Tiere sorgfältig ausgewählt und auf einem Lebendfischmarkt vor dem Suppentopf bewahrt.
Der Transport der stacheligen Meeresbewohner fand unter höchster Vorsicht und vor allem ganz auf die Bedürfnisse der Krabben abgestimmt statt.
Die ursprüngliche Heimat der Stachelschweinkrabben sind die Tiefseeschluchten Japans. Besucherinnen und Besucher haben nun die besondere Möglichkeit, durch das dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfundene Aquarium einen seltenen Einblick in das Tiefseeleben der Tiere zu gewinnen.
Entscheidend sind vor allem das ständig kalte Meerwasser und die senkrechten Felswände, auf denen die Krebse gemächlich umherklettern. In der dunklen Tiefsee sind Nahrungsquellen selten und ihre Verfügbarkeit kaum vorhersehbar. Schnelle oder hektische Bewegungen würden daher wertvolle Energie verschwenden.
Herzmuschel und Tintenfisch: So werden die neuen Krabben gefüttert
Auch kulinarisch werden die Stachelschweinkrabben im Haus des Meeres bestens versorgt. Einmal täglich führt die Fütterung dazu, dass die sonst sehr gemächlichen Tiere ihre Fortbewegung beschleunigen, um sich die in der Tiefsee sehr seltenen und begehrten Futterressourcen zu sichern. Am liebsten fressen die Stachelschweinkrabben Herzmuschelfleisch oder Tintenfisch.
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Mit den leuchtend orangen Neuzugängen schafft das Haus des Meeres einen weiteren faszinierenden Einblick in die sonst für den Menschen kaum zugängliche Meereswelt. Besucherinnen und Besucher sind herzlich dazu eingeladen, sich die selten gezeigten Tiere im Haus des Meeres aus nächster Nähe anzusehen und noch mehr über die Lebensweise und Besonderheiten der Tiere zu erfahren. (Pia Rommel)