Kleinarl

Rettungsaktion: Wiener Familie von Berg gerettet

© Bergrettung Kleinarl
Das Trio stieg durch wegloses, absturzgefährdetes Gelände ab, bis es auf 1.930 Meter Höhe nicht mehr weiter konnte.
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Eine dreiköpfige Familie aus Wien ist am Sonntagabend im Pongau in Bergnot geraten. Die beiden Frauen und der Mann waren erst um 14.00 Uhr zu der anspruchsvollen Bergtour auf die Ennskraxn (2.410 Meter) gestartet. Weil sie der Schwierigkeit der Tour nicht gewachsen waren, kehrten sie aber um.

Das Trio stieg durch wegloses, absturz- und steinschlaggefährdetes Gelände ab, bis es auf 1.930 Meter Höhe nicht mehr weiter konnte. Gegen 20.00 Uhr setzten die drei einen Notruf ab.

Der Rettungseinsatz gestaltete sich wegen Dunkelheit, Regen, Nebel und Wind allerdings schwierig - auch weil der Aufenthaltsort der Familie vorerst unklar war. Die mit dem Notruf übermittelten GPS-Daten stimmten nicht mit dem tatsächlichen Standort der Wiener überein. 20 Bergretter aus Kleinarl rückten zum Sucheinsatz aus.

Dabei wurden sie vom Team eines Polizeihubschraubers unterstützt, der mit einem speziellen Infrarot- und Wärmebildkamerasystem ausgestattet ist.

Kontakt riss immer wieder ab

Wie die Bergrettung berichtete, konnte per Handy mehrmals mit den Verirrten Kontakt aufgenommen werden, der aber immer wieder abriss. Es gelang der Familie aber, Fotos von der Stelle, wo sie sich befanden, zu übermitteln - und den Einsatzkräften schließlich, so ihren Standort zu orten.

Das Trio wurde vom Team des nachtflugtauglichen Notarzthubschraubers C14 aus der Steiermark per Seilwinde aufgenommen und ins Tal gebracht. Sie waren unverletzt, aber erschöpft, durchnässt und unterkühlt. Mit kurzen Hosen und leichten Bergschuhen waren sie nur unzureichend ausgerüstet.