Wildes Gerücht

Rücktritt oder Flucht: Trump könnte bei Wahlpleite in Moskau untertauchen

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Während die USA am Wahltag unter Hochspannung steht, sorgen Berichte über angebliche Fluchtpläne und ein mögliches Rücktrittsszenario von US-Präsident Donald Trump für Wirbel.
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Am großen Wahltag der US-Zwischenwahlen steht für die politische Zukunft der Vereinigten Staaten enorm viel auf dem Spiel. Bei den Kongress- und Gouverneurswahlen droht der Partei von Donald Trump der Verlust beider Kammern des Kapitols. Nach jüngsten Erhebungen sind die Republikaner massiv unter Druck geraten, da die Demokraten in zahlreichen Schlüsselstaaten aufholen konnten.

Obwohl Donald Trump bei diesen Midterms nicht selbst auf dem Stimmzettel steht, gilt das Votum als entscheidendes Plebiszit über seine Präsidentschaft. Ein Verlust der Mehrheiten im Senat und im Repräsentantenhaus würde seine Handlungsfähigkeit in den letzten beiden Amtsjahren massiv einschränken und seine politische Agenda weitgehend lahmlegen.

Berichte über angebliche Fluchtpläne ins Ausland

Die Nervosität im politischen Washington erreicht am Wahltag fast schon hysterische Ausmaße. In US-Medienberichten kursieren bereits Spekulationen über ein Szenario, das vor kurzem noch völlig unvorstellbar schien: eine Flucht Trumps aus den USA. Hintergrund dieser Debatten ist die drohende Welle an parlamentarischen Untersuchungen und juristischen Ermittlungen, die ein von den Demokraten dominierter Kongress wegen mutmaßlich kriminellen Verhaltens einleiten könnte.

Plant Donald Trump die Flucht? © Anadolu via Getty Images

Medienberichten zufolge könnte Trump im Fall einer juristischen Eskalation eine angeblich "gestohlene Wahl" als Vorwand nutzen, um das Land zu verlassen. Eine konkrete Warnung dazu formulierte Jamie Rowen von der University of Massachusetts Amherst im Podcast "All Rise News". Sollte Trump strafrechtliche Ermittlungen fürchten, "könnte er versuchen, sich ins Ausland abzusetzen", analysierte die Rechtsexpertin. Als denkbares Fluchtziel nannte sie dabei Moskau. Rowen spekulierte wörtlich: "Vielleicht hätte er sich mit Putin abgesprochen, um einen Weg zu finden, nach Russland zu fliehen." Auch andere autoritäre Staaten kämen theoretisch als Zufluchtsorte infrage. Feste Belege für derartige Fluchtpläne liegen allerdings nicht vor.

Trump selbst reagierte auf die kursierenden Gerüchte gewohnt spöttisch. Bei einem Fernsehauftritt am Wahltag im Sender Fox News scherzte er lachend über eine ganz andere Option: Er könne nach Israel auswandern und dort Regierungschef werden, falls die US-Bürger seiner überdrüssig seien. In Israel genieße er schließlich eine Zustimmung von 99 Prozent.

Wirft Trump freiwillig das Handtuch?

Abseits spektakulärer Exil-Theorien bringen Beobachter eine weitere Variante ins Spiel: einen vorzeitigen Rückzug aus dem Oval Office. Politologe Scott Erb hält es für denkbar, dass Trump nach einer schweren Niederlage seiner Partei den Präsidentschaftsposten aufgibt. "Es würde mich nicht überraschen, wenn Präsident Trump aus Frust über seinen Machtverlust irgendwann im kommenden Jahr das Handtuch wirft", erklärte Erb.

Die kommenden Stunden der Auszählung werden zeigen, wie stark die politische Machtbasis von Donald Trump tatsächlich erschüttert wird und welche Weichen für die verbleibende Amtszeit gestellt werden.