"Wir vermissen ihn"
Rührende Vettel-Botschaft an Schumacher
Zu Ehren einer wahren Sternstunde ließ sich Ferrari anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von Michael Schumachers erstem Monza-Sieg 1996 einiges einfallen. Während die aktuellen Boliden von Lewis Hamilton und Charles Leclerc eine Retro-Lackierung erhielten, ging Formel-1-Traditionalisten vor dem Rennen so richtig das Herz auf. Der legendäre Ferrari F2002 drehte eine Runde im Autodromo Nazionale – pilotiert von keinem Geringeren als Sebastian Vettel.
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Der dreimalige Monza-Sieger und bekennende Schumi-Enthusiast ließ den V10-Motor der "Göttin" ordentlich aufheulen und die Reifen qualmen. Nach der Fahrt zeigte sich der Deutsche am Sky-Mikrofon sichtlich bewegt, wie die "Bild"-Zeitung berichtet.
"Fühlte sich für ein paar Sekunden an, er zu sein"
„Sehr gemischte Gefühle", beschrieb Vettel seine Emotionen nach der rasanten Ausfahrt. „Es war wie eine Zeitreise, es fühlte sich für ein paar Sekunden an, er zu sein". Vettel wurde noch emotionaler, als er über sein großes Vorbild sprach: „Es ist das Auto, die Ära, der Fahrer, in die ich mich damals verliebt habe. Die Umstände … Wir vermissen ihn und wir hätten es geliebt zu sehen, wie er fährt, wie er sein Auto fährt".
Obwohl Vettel selbst bereits seit einiger Zeit aus der Königsklasse ausgeschieden ist, habe er sofort wieder eine Verbindung zu dem Auto gespürt. „Ich bin jetzt schon zu lange Zeit raus, aber es braucht normal nicht viel Zeit, um die Seele eines Autos zu spüren, und dieses Auto hat mich angeschrien und wollte schneller fahren!", so der vierfache Champion.
"Für meinen Freund Michael"
Besonders berührend: Auf seinem Renn-Overall hatte Vettel eine persönliche Botschaft an seinen langjährigen Freund aufgestickt: „Für meinen Freund Michael: Es gibt immer noch ein Rennen zu gewinnen". Schumi befindet sich nach seinem schweren Skiunfall im Jahr 2013 weiterhin zurückgezogen in Behandlung.
Das Fazit des Tages gehört dem Vermächtnis von Schumacher: Der F2002 bescherte ihm einst 2002 seinen dritten WM-Titel mit Ferrari und zehn Saisonsiege – eine Dominanz, an die sich die Formel-1-Welt an diesem Wochenende in Monza durch Vettels Fahrt wieder lebhaft erinnern durfte.