WÖRTHERSEE
Ruf nach Alkoholkontrollen für Hobby-Kapitäne
Anfang Juli gab es Schlagzeilen über einen betrunkenen Motorbootfahrer: Der Lenker flüchtete am Wörthersee mit seinem Boot vor der Polizei in der Veldener Bucht. Weil der Dienst der Wasserpolizei nicht besetzt war, verfolgten die Beamten den Mann am Landweg und konnten ihn an einer Anlegestelle aufhalten. Und Mitte Mai krachte eine Bootslenkerin mit 1,6 Promille im Blut in die Kapuzinerinsel. Peter Wallner, Chef der Wasserpolizei Kärnten, dazu: "Speziell Alkoholdelikte sind in den letzten Jahren etwas mehr geworden." Der Ruf nach mehr Alkoholkontrollen wird lauter, Kontrollen sind aber nicht leichter umsetzbar.Wallner gibt gegen über orf.at Folgendes zu bedenken: "Eine Kontrolle am See, die man mit einem 'Alko-Vor-Test' beginnt, dauert von Anfang bis zum Ende mindestens 15 bis 20 Minuten. Ich muss das Boot anhalten, dann muss ich es irgendwo befestigen, dann muss ich die Kontrolle durchführen und dann kommen weitere Maßnahmen. Die Streife ist gebunden und wir können am See auch keinen Verkehrstrichter aufbauen, wo wir jedes einzelne Motorboot in der Verengung kontrollieren können, wie auf der Straße – das funktioniert nicht."