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Salzburg: Festspiel-Warnung vor blutiger Premiere

© Magda Hueckel
Heute Sonntag (10. August) steigt die Festspiel-Premiere von "Europa" in der Szene Salzburg. Für den Prolog von Autor Wajdi Mouawad wurde sogar eine Warnung ausgesprochen.
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Ein achtjähriges Mädchen muss hilflos mitansehen, wie eine Bevölkerungsgruppe massakriert wird. Dieses Verbrechen wurde von ihrem eigenen Volk begangen, und ohne es zu wissen oder es zu verstehen, trägt sie eine Mitschuld. 75 Jahre später reißt eine Untersuchung die Wunden der Vergangenheit wieder auf. In seiner Theaterarbeit "Europa", die heute Sonntag  bei den Salzburger Festspielen Premiere feiert beschäftigt sich Krzysztof Warlikowski ausgehend von einem Text des mit dem Europäischen Dramatiker-Preis ausgezeichneten Wajdi Mouawad mit Fragen von Schuld und Verantwortung und setzt moderne Konflikte in Beziehung zu antiken Tragödien.

"Europa" widmet sich bei den Salzburger Festspielen der Last des Schweigens. © Magda Hueckel

Europa befasst sich in der Szene Salzburg mit der Erinnerung an ein Verbrechen, mit der Last des Schweigens und mit der Frage, wie Traumata über Generationen hinweg weitergegeben werden.

Für Performance von Wajdi Mouawad haben die Festspiele sogar eine Warnung ausgesprochen! © Gamma-Rapho via Getty Images

Als Einführung präsentiert der Autor Wajdi Mouawad an jedem der drei Aufführungstage ab 18 Uhr in der Szene Salzburg eine Performance "Der innere Schatten, der schreibt" die auch die Fragestellungen des Stückes und sein Schreiben aufgreift.

Die Warnung der Salzburger Festspiele. © Salzburger Festspiele

Die Salzburger Festspiele haben dafür sogar eine Warnung ausgesprochen. "Der Prolog enthält eine reale Blutabnahme sowie den sichtbaren Umgang mit echtem Blut. Personen, die empfindlich auf medizinische Eingriffe, Blut oder entsprechende Darstellungen reagieren, wird empfohlen, den Prolog nicht zu besuchen und erst zur Vorstellung von Europa den Zuschauerraum zu betreten."