Goldgelbe Vergilbung

Schädlingsfund alarmiert Wiener Winzer

© AGES/G. Strauß
Große Sorge um den Wiener Wein. In einem Weingarten in Stammersdorf wurde die Amerikanische Rebzikade nachgewiesen. Das Insekt gilt als gefürchteter Überträger der Goldgelben Vergilbung.
Zur Vollversion des Artikels

Die Sorge um die gefährliche Goldgelbe Vergilbung wächst nun auch in Wien. In einem Weingarten in Stammersdorf wurde am 5. August die Amerikanische Rebzikade gefunden. Das Insekt kann die für Reben gefährliche Quarantänekrankheit Flavescence dorée übertragen. Die Krankheit selbst wurde in Wien bisher nicht nachgewiesen.

Schädling bereits seit 2024 in Wien

Neu ist die Rebzikade in Wien allerdings nicht. Sie wurde bereits 2024 erstmals nachgewiesen. Seither läuft an zehn Standorten ein Monitoring. Fachleute gehen davon aus, dass sich der Schädling dauerhaft ansiedeln kann. Gleichzeitig steigt der Infektionsdruck aus den umliegenden Weinbaugebieten. In Niederösterreich wurde die Goldgelbe Vergilbung zuletzt bereits festgestellt, auch im Burgenland und in der Steiermark gibt es Fälle.

Befallene Rebstöcke können absterben, eine direkte Behandlung der Krankheit gibt es nicht. Infizierte Pflanzen müssen daher rasch entfernt werden. Als Warnzeichen gelten unter anderem verfärbte und eingerollte Blätter, schlecht verholzte Triebe sowie schrumpfende oder vertrocknende Trauben.

Stadt bereitet Verordnung vor

Winzer sollen ihre Anlagen regelmäßig kontrollieren und verdächtige Pflanzen sowie Funde der Rebzikade melden. Besondere Aufmerksamkeit gilt aufgelassenen und verwilderten Weingärten, in denen sich die Insekten ungestört vermehren können. Stadt und Landwirtschaftskammer arbeiten bereits an einem rechtlichen Rahmen für den Ernstfall.

Entsprechende Verordnungen sollen noch heuer ausgearbeitet werden. In Niederösterreich gelten in besonders betroffenen Gebieten bereits verpflichtende Maßnahmen wie Insektizidbehandlungen und die Rodung auffälliger Reben.