Der Eklat beim Schweizerhaus-Saisonfinale beschäftigt nun auch Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Er saß gemeinsam mit Ex-Model Evelyn Rillé und weiteren Gästen an jenem Tisch, an dem es zu heftigen Auseinandersetzungen mit einem Kellner gekommen sein soll. Nachdem Rillé die Vorfälle öffentlich gemacht hatte, schildert nun auch Strache auf Facebook seine Sicht auf den Abend und berichtet, wie er bei dem Streit eingeschritten sei.
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Auslöser der jüngsten Aufregung ist ein Foto, das Strache selbst auf Facebook veröffentlicht hatte. Darauf ist er mit Rillé und weiteren Gästen beim Schweizerhaus-Closing zu sehen. Von den später öffentlich gewordenen Streitigkeiten ist in dem gut gelaunten Posting allerdings keine Rede. Nun schildert Strache, wie er den Abend erlebt haben will. "Nein, ich stecke nicht hinter einem Skandal. Ich bin eingeschritten, als der Anstand am Tisch unter die Räder kam", schreibt der Ex-Vizekanzler auf Facebook.
Auch nach seiner Darstellung habe ein Kellner mehrere Personen am Tisch wiederholt beleidigt und Senf sowie Kren auf den Tisch geworfen. Daraufhin habe er den Mitarbeiter zurechtgewiesen und sich schützend vor die betroffenen Gäste gestellt. "Wer verbalen Entgleisungen widerspricht, ist noch lange nicht ihr Urheber", hält Strache den Vorwürfen entgegen.
"Entschuldigung wäre angebracht gewesen"
Mit seiner Schilderung stützt der ehemalige Politiker wesentliche Teile jener Vorwürfe, die Rillé bereits nach dem Saisonfinale öffentlich gemacht hatte. Die frühere Miss Vienna hatte unter anderem berichtet, dass ein Kellner ihre Runde als "Nutten" beschimpft haben soll. Strache erhebt nun auch Kritik am Umgang mit den Beschwerden. Rillés Ehemann und Sohn hätten versucht, mit dem Geschäftsführer zu sprechen. Nach seiner Wahrnehmung sei ihnen dieses Gespräch jedoch verwehrt worden. Eine Entschuldigung der Geschäftsführung wäre aus seiner Sicht angebracht gewesen.
Schweizerhaus hatte bereits Stellung genommen
Das Schweizerhaus hatte sich zuvor direkt unter Rillés Posting zu Wort gemeldet und erklärt, dass der zuständige Kellner nach den Beschwerden ausgetauscht worden sei. Auch ein Gespräch mit der Restaurantleitung habe stattgefunden. Laut dem Traditionshaus hätten sich die Gäste danach zufrieden gezeigt und den Abend fortgesetzt.
Rillé widersprach dieser Darstellung und schilderte einen weiteren Zwischenfall. Drei Kollegen hätten den betreffenden Kellner aus dem Raum bringen müssen, woraufhin dieser mit der Faust gegen eine Wand geschlagen haben soll.
"Die anderen Mitarbeiter haben ihren Job ausgezeichnet gemacht", schreibt der frühere FPÖ-Chef. Trotz des Vorfalls will er dem Schweizerhaus weiterhin die Treue halten: "Ich bleibe ein Freund des Schweizerhauses." Das Fehlverhalten eines Kellners dürfe nicht dem gesamten Team angelastet werden.