"War ein Notfall"

Selma Blair bricht Schweigen nach Flugzeug-Ausraster

© Barry Williams
Hollywood-Star Selma Blair (54) meldet sich nach ihrer Festnahme auf einem Flug von Los Angeles nach New York zu Wort.
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Ihre Seite widerspricht zentralen Vorwürfen und erklärt, die Schauspielerin habe während des Fluges einen medizinischen Notfall erlitten.

Schauspielerin weist Vorwürfe zurück

In einer Stellungnahme ihres Sprechers kritisiert Blair, dass sich die bisherige öffentliche Darstellung vor allem auf einen Polizeibericht stütze. Es gebe deutlich mehr zu dem Vorfall, als bislang bekannt sei.

Besonders einen schwerwiegenden Vorwurf weist ihr Team zurück: Blair habe nicht versucht, eine Flugzeugtür zu öffnen. Sie habe auch niemanden verletzen wollen. Laut ihrer Darstellung sei es während des Fluges zu einer medizinischen Krise gekommen. Zudem sei ihr der Therapie-Begleithund weggenommen worden, den sie in dieser Situation gebraucht hätte.

Medizinische Hintergründe im Fokus

Blairs Sprecher verweist auf ihre Erkrankungen. Die Schauspielerin hatte 2018 öffentlich gemacht, dass sie an Multipler Sklerose leidet. © Barry Williams

Blairs Sprecher verweist auf ihre Erkrankungen. Die Schauspielerin hatte 2018 öffentlich gemacht, dass sie an Multipler Sklerose leidet. Außerdem lebt sie nach Angaben ihres Teams mit einem Pseudobulbäraffekt. Diese neurologische Störung kann unter anderem unkontrollierbare emotionale Reaktionen wie plötzliches Lachen oder Weinen auslösen.

Ihre Verteidigung will erreichen, dass diese medizinischen Hintergründe bei der Aufarbeitung des Vorfalls berücksichtigt werden.

Schwere Anschuldigungen bleiben bestehen

Die Stellungnahme ändert vorerst nichts daran, dass Blair mit erheblichen Vorwürfen konfrontiert ist. Sie war nach einem Zwischenfall an Bord des Delta-Fluges festgenommen worden. Ihr wird vorgeworfen, zwei Flugbegleiter angegriffen zu haben. Auch nach der Landung soll es zu weiteren Vorfällen mit einem Polizisten und einer Krankenschwester gekommen sein.

Vor Gericht plädierte die Schauspielerin auf nicht schuldig. Der nächste Gerichtstermin ist für den 19. Jänner 2027 angesetzt. Im Fall einer Verurteilung drohen ihr laut den vorliegenden Angaben zwei bis sieben Jahre Haft.

Bereits früherer Vorfall an Bord

Schon 2016 hatte Blair auf einem Flug von Cancún nach Los Angeles einen Zusammenbruch erlitten und musste medizinisch versorgt werden. Ihr Management erklärte damals, sie habe Alkohol mit verschriebenen Medikamenten kombiniert. Blair selbst sprach später von einem Blackout.

Ob ihre medizinische Situation auch beim jüngsten Vorfall eine entscheidende Rolle spielte, muss nun im weiteren Verfahren geklärt werden.