Showdown

Simone Lugner: Millionen-Poker vor Gericht

© Andreas Tischler / Vienna Press
Showdown im Wiener Justizpalast: Am heutigen Freitag geht der zähe Rechtsstreit zwischen Simone Lugner und der Lugner-Privatstiftung um die Villa in Wien-Döbling in die entscheidende Runde. Ein Insider enthüllte gegenüber oe24, dass die Parteien überraschend knapp vor einem Millionen-Kompromiss stehen.
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Endspiel im Wiener Justizpalast: Der zähe Rechtsstreit um das Erbe des legendären Baumeisters Richard Lugner geht am heutigen Freitag in die wohl entscheidende Runde. Vor Gericht stehen sich Witwe Simone Lugner und die Lugner-Privatstiftung im Streit um die Räumungsklage gegenüber. Wie aus Insiderkreisen gegenüber oe24 durchgesickert ist, zeichnet sich im letzten Moment eine unerwartete Wende hin zu einem außergerichtlichen Millionen-Kompromiss ab.

Durchbruch im Millionen-Poker?

Ein monatelanger Nervenkrieg, der die Öffentlichkeit in Atem hielt, steuert am heutigen Freitag seinem finalen Höhepunkt entgegen. Die juristische Auseinandersetzung zwischen Simone Lugner und der stiftungseigenen Vertretung ihres verstorbenen Ehemannes erreicht vor dem Richterstuhl ihr entscheidendes Kapitel. Was lange Zeit wie eine unüberwindbare Schlammschlacht erschien, könnte durch eine späte Versöhnung beendet werden.

Die Lugner-Privatstiftung strebt bekanntlich die Delogierung der Baumeister-Witwe aus der repräsentativen Nobelvilla im Wiener Nobelbezirk Döbling an. Doch statt eines langwierigen Instanzenzugs verdichten sich nun die Hinweise, dass beide Parteien knapp vor dem Zielstreifzug eine außergerichtliche Einigung anstreben, um einen kräfteraubenden Prozess zu verhindern.

Anwalt Florian Höllwarth © -

Annäherung nach verhärteten Fronten

Über lange Zeit schienen die finanziellen Begehrlichkeiten unüberbrückbar. Simone Lugner stieg ursprünglich mit einer Maximalforderung von 24 Millionen Euro in die Verhandlungen ein, während die Gegenseite ihr eine Offerte in der Höhe von drei Millionen Euro unterbreitete, welche die Witwe umgehend zurückwies. Dass Simone die kolportierten 24 Millionen Euro tatsächlich erhalten wird, gilt in Branchenkreisen als ausgeschlossen. Dennoch bot das ursprüngliche Offert der Stiftung die notwendige Verhandlungsgrundlage für die jüngsten Gespräche.

Prozess Simone Lugner © -

Die goldene Mitte als Befreiungsschlag

Insider gehen davon aus, dass ein tragfähiger Kompromiss in der goldenen Mitte zwischen den beiden Positionen liegen dürfte. Ein solcher Generalvergleich würde vorsehen, dass die Privatstiftung ihre ursprüngliche Summe spürbar anhebt, während Simone im Gegenzug dem Verlassen der Döblinger Villa zustimmt.

Kurz vor dem heutigen Gerichtstermin zeigte sich Simone Lugner im Gespräch mit oe24 hoffnungsvoll und betonte wörtlich: "Ein Generalvergleich wäre für alle das Beste. Dafür müssen wir einen großen Schritt aufeinander zugehen, aber es ist möglich." Da am heutigen Freitag alle fehlenden Zeugen befragt werden, könnte der erhoffte Durchbruch oder ein klares Ergebnis direkt im Gerichtssaal fallen.