"Benko der Formel 1"

Skandal-Banker stirbt bei Biker-Crash im Höllental

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Der Deutsche kassierte einst 44 Millionen Dollar Schmiergeld von Bernie Ecclestone
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Am 4. Oktober kam es - wie berichtet - in Schwarzau im Gebirge im bekannten Höllental zu einem tödlichen Motorrad-Unfall. Wie die BILD nun schreibt, handelt es sich beim Opfer um den früheren Spitzenbanker Gerhard Gribkowsky

Der 68-Jährige war ehemaliges Vorstand der Bayerischen Landesbank und einst in einen der größten Korruptionsskandale der Formel 1 verwickelt und musste dafür auch ins Gefängnis.

Gribkowski zusammen mit seinem Anwalt © Getty Images

In die Luft geschleudert

Gribkowsky war auf der Bundesstraße 27 in Richtung Reichenau unterwegs, als er aus bisher nicht näher bekannten Gründen von der Fahrbahn abkam. Sein Motorrad geriet auf den unbefestigten Straßenrand und prallte mit dem Vorderrad gegen einen Regenschachtdeckel. Der 68-Jährige wurde dabei mehrere Meter durch die Luft geschleudert. Vorbeikommende Autofahrer leisteten Erste Hilfe und verständigten die Rettungskräfte. Für den ehemaligen Banker kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Millionenaffäre um die Formel 1

Gribkowsky hatte von 2003 bis 2008 dem Vorstand der BayernLB angehört. Internationale Bekanntheit erlangte er durch den Verkauf von Formel-1-Anteilen an den Finanzinvestor CVC. Im Zusammenhang mit dem Geschäft erhielt er nach eigenen Angaben rund 44 Millionen US-Dollar vom damaligen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

© Rainer Schlegelmilch/Getty Image

2012 verurteilte ihn das Landgericht München wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft. 2016 wurde Gribkowsky vorzeitig entlassen. Anschließend arbeitete er weiter für den österreichischen Baukonzern Strabag, für den er bereits während seiner Haftzeit tätig gewesen war.