Olympiasiegerin Sara Hector (34) hat vor dem Weltcup-Auftakt in Sölden eine wichtige Stütze verloren. Nach sechs gemeinsamen Jahren beendete der österreichische Servicemann Reinhard Berbig die Zusammenarbeit mit der Schwedin. Eine Trennung, die Hector schwer zusetzte. "Ich habe viel geweint", gestand sie gegenüber der schwedischen Zeitung "Expressen". Inzwischen gibt es auch Hinweise darauf, wie es für den Vorarlberger beruflich weitergeht.
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Sieben Weltcupsiege mit dem Österreicher
Wie wichtig Berbig für Hector war, zeigen die Zahlen: Sieben ihrer acht Weltcupsiege und 26 ihrer 28 Podestplätze feierte die Schwedin während der Zusammenarbeit mit dem Österreicher. Auch bei ihren beiden Olympia-Medaillen im Riesentorlauf – Gold 2022 und Silber 2026 – war Berbig für ihre Ski verantwortlich.
Dass ihr langjähriger Wegbegleiter aufhören würde, ahnte Hector bereits beim Weltcupfinale im März. "Er hat zwar nichts gesagt, aber ich habe es ihm sofort angesehen", erzählte die Riesentorlauf-Spezialistin. Die beiden hätten sich so gut gekannt, dass sie seine Gefühle auch ohne Worte lesen konnte.
Abschied trifft Hector mitten ins Herz
Wenig später machte Berbig seinen Abschied offiziell. Der Grund: Er wollte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Die zahlreichen Reisen im Ski-Weltcup waren für ihn auf Dauer nicht mehr mit seinem Privatleben vereinbar.
Hector zeigte Verständnis, kämpfte aber lange mit dem Abschied. "Er hat mir unheimlich viel beigebracht, deshalb tat dieser Abschied sehr weh." Den halben Sommer über sei sie niedergeschlagen gewesen.
Neue Partnerschaft vor Sölden
Hector arbeitet inzwischen mit dem Italiener Matteo Fattor zusammen, der unter anderem den zweifachen Weltmeister Mathieu Faivre betreute. Die Eingewöhnung braucht Zeit: In einem Interview mit "Dagens Nyheter" erklärte Hector, dass es nach einem Wechsel des Servicemanns bis zu einem Jahr dauern könne, bis sämtliche Materialeinstellungen optimal abgestimmt seien.
Dennoch blickt sie positiv auf die neue Zusammenarbeit. "Manchmal verändern sich Dinge vielleicht nicht immer so, wie man es sich wünscht, aber es ist nicht immer schlecht."
Die erste Bewährungsprobe wartet am 24. Oktober beim Riesentorlauf in Sölden. Dort beginnt für die Olympiasiegerin von 2022 die neue Weltcup-Saison – erstmals seit vielen Jahren ohne ihren österreichischen Erfolgstechniker an ihrer Seite.