Wien. Erwartet hatte sich ein 29-jähriger Wiener ein nettes Date bzw. Sex - doch der Mann, mit dem er sich nach längerer Zeit auf Snapchat unterhielt und mit dem er sich treffen wollte, war auf etwas ganz anderes aus. Damit rückte das Opfer nach den Geschehnissen im September aber (noch) nicht heraus - es gab nur an, von einer ihm völlig unbekannten Person zu zwei Bankomaten gezerrt worden zu sein, damit er Geld abhebt und dem Angreifer übergibt. Es ging um 200 Euro (Beute) und "bedankt" habe sich der Täter mit einem Faustschlag ins Gesicht des Opfers.
Auch interessant
Angreifer im "Hotel Mama" festgenommen
Im Zuge einer erneuten Einvernahme aufgrund der teils unglaubwürdigen Angaben zum Tathergang gegenüber den Beamten gab der 29-Jährige nun an, den "Unbekannten" über eine Plattform in den sozialen Medien bereits im Dezember kennengelernt zu haben. Allerdings kannte und kennt er den genauen Namen des Mannes nicht. Am Tag der Tat war es zu einem Treffen zwischen der Snapchat-Freunde gekommen. Am Ende des Dates soll er dann von dem 30-Jährigen bedroht und mit Schlägen genötigt worden sein, Geld zu beheben.
Der 30-Jährige, ein Tschetschene, konnte am Dienstag an der Wohnadresse seiner Mutter aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien vorläufig festgenommen werden. Er verweigerte jede Aussage und wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien in eine Justizanstalt gebracht.