Haupttreiber dieser enormen Summen ist die stark vergrößerte Männer-WM 2026. Die Gewinne stammen primär aus TV-Rechten, Sponsoring und stark gestiegenen Ticket- sowie Hospitality-Einnahmen.
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Besonders umstritten ist das eingeführte "Dynamic Pricing" bei WM-Tickets, das die Preise in den USA in astronomische Höhen trieb und bereits Ermittlungen von US-Behörden wegen möglicher Verbrauchertäuschung nach sich zog. Hochgradig auffällig ist zudem der massive Zufluss saudi-arabischen Geldes: Großzügige Sponsorendeals mit Staatskonzernen wie Aramco fallen zeitlich brisant mit der faktischen Vergabe der WM 2034 an Saudi-Arabien zusammen. Selbst kleine sportliche Anpassungen wie Trinkpausen stehen im Verdacht, künftig primär als teure Werbeblöcke vermarktet zu werden.
Milliardenbeträge für Verwaltung und Loyalität
Infantino rechtfertigt die Einnahmestrategie stets mit dem Versprechen, dass jeder verdiente Dollar in den Sport zurückfließe. Tatsächlich schüttet die FIFA über Programme wie "FIFA Forward" Milliardenbeträge an ihre 211 Mitgliedsverbände aus. Diese drastisch erhöhten Zuwendungen sichern Infantino die bedingungslose Loyalität der Verbände und zementieren seine Machtposition. Zugleich explodieren jedoch die internen Verwaltungskosten: Allein Infantinos eigenes Gehalt summierte sich in seinen neun Amtsjahren auf über 30 Millionen Dollar.
Riesige Reserven
Trotz der enormen Ausgaben wirtschaftet die FIFA hochprofitabel. Der Verband hortet mittlerweile Reserven und Finanzanlagen von fast sechs Milliarden Dollar, die allein durch Zinsen riesige Gewinne abwerfen. Auch wenn die finanzielle Zukunft der FIFA kurzfristig absolut rosig erscheint, warnen Beobachter vor den langfristigen Folgen: Die Exklusion normaler Fans durch Wucherpreise, politisch fragwürdige Allianzen und der bedingungslose Fokus auf Gewinnmaximierung drohen, den Ruf und die Integrität des Fußballs nachhaltig zu beschädigen.