Bei der Neugestaltung stehen zwei Themenwelten zur Auswahl. Bei "Europäische Kultur" sollen bekannte Persönlichkeiten aus Europa die Vorderseiten zieren.
Mit dabei sind unter anderem Maria Callas, Ludwig van Beethoven, Marie Curie, Miguel de Cervantes, Leonardo da Vinci und Bertha von Suttner. Auf den Rückseiten sollen Szenen aus dem europäischen Kulturleben zu sehen sein.
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Die zweite Variante trägt den Titel "Flüsse und Vögel". Hier stehen europäische Landschaften und heimische Vogelarten im Mittelpunkt.
Auf dem Fünf-Euro-Schein könnte etwa ein Mauerläufer landen, auf dem Zehner ein Eisvogel. Für den 20er ist ein Bienenfresser, für den 50er ein Weißstorch vorgesehen. Auf den 100er und 200er sollen ein Säbelschnäbler beziehungsweise ein Basstölpel kommen.
Auch EU-Institutionen sollen auf die Scheine
Bei der Vogel- und Flüsse-Variante sollen auf den Rückseiten wichtige EU-Institutionen dargestellt werden. Geplant sind unter anderem das Europäische Parlament, die Europäische Kommission, der Rat der Europäischen Union und die EZB.
Direkt auswählen, welche Person oder welcher Vogel am Ende auf einem bestimmten Schein landet, können die Bürger allerdings nicht. Die Abstimmung ist Teil eines größeren Auswahlverfahrens.
Entscheidung soll Ende 2026 fallen
Die EZB will die Ergebnisse der öffentlichen Umfrage gemeinsam mit den Empfehlungen einer Fachjury und einer technischen Bewertung berücksichtigen. Die endgültige Entscheidung soll anschließend der EZB-Rat treffen – voraussichtlich gegen Ende 2026.
Bis die neuen Scheine tatsächlich im Geldbörsel landen, dauert es aber noch. Nach der Entscheidung müssen die Entwürfe weiterentwickelt und technisch getestet werden. Erst danach können die neuen Banknoten produziert und schrittweise ausgegeben werden.
Die aktuell verwendeten Euro-Scheine bleiben bis dahin gültig und behalten auch danach ihren Wert.
Warum werden die Euro-Scheine neu gestaltet?
Die EZB arbeitet bereits seit Ende 2021 an der neuen Banknotenserie. Hintergrund sind unter anderem neue Sicherheitsmerkmale, eine längere Haltbarkeit und eine bessere Nutzbarkeit.
Auch Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die verschiedenen Stückelungen künftig leichter unterscheiden können.
Für die aktuelle Auswahl gab es zuvor einen europaweiten Design-Wettbewerb. Mehr als 1.200 Designerinnen und Designer bewarben sich. Daraus wurden die zehn Entwürfe ausgewählt, über die nun abgestimmt werden kann.
Betroffen ist die komplette Serie von 5 bis 200 Euro. Die bekannten Stückelungen bleiben grundsätzlich erhalten. Einen neuen 500-Euro-Schein gibt es bei dieser Neugestaltung nicht.
Nur noch wenige Tage zum Abstimmen
Wer noch mitreden möchte, muss sich beeilen: Die öffentliche Umfrage läuft nur bis 21. September 2026. Danach wertet die EZB die Ergebnisse aus.
Das endgültige Design der neuen Euro-Banknoten soll gegen Ende 2026 feststehen.