Die spanische Hauptstadt wird dabei zur Partymeile, Hunderttausende Fußballfans werden erwartet. Die Maschine mit den neuen Weltmeistern landete etwas verspätet auf dem Flughafen Barajas der Hauptstadt, Kapitän Rodri trug den Goldpokal vorsichtig wie ein Baby aus dem Flieger. Geplant war als Nächstes ein Empfang bei König Felipe VI.
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Der Monarch war schon beim Finale im MetLife Stadium in East Rutherford dabei. Danach wollte Ministerpräsident Pedro Sanchez die Weltmeister persönlich begrüßen, ehe die Spieler im offenen Bus durch Madrid fahren sollten - bejubelt von den Fans an den Straßen und auf dem Cibeles-Platz. Der Feier-Marathon ließ den müden, aber überglücklichen Weltmeistern kaum Zeit, den verdienten Finalsieg gegen Argentinien mit all seinen emotionalen Begleiterscheinungen so richtig zu verarbeiten. Auf dem Cibeles-Platz gibt es ab 18.00 Uhr Musik und eine große Show, bis der Bus mit "La furia roja" (der roten Furie), dem Spitznamen der spanischen Nationalmannschaft, gegen 21.00 Uhr eintrifft und gemeinsam mit ihren Fans den zweiten WM-Titel gebührend feiern will.
Spanien als Retter des Fußballs gefeiert
Schon unmittelbar nach dem 1:0 gegen Argentinien hatten die Spanier die große Titel-Party gestartet. Die Freude wurde allerdings durch das Verhalten der Argentinier getrübt, die sich in ihrem Frust als schlechte Verlierer präsentierten: Sie wüteten, wurden teils handgreiflich, drehten den Siegern bei der Pokal-Zeremonie demonstrativ den Rücken zu - und machten so den Triumph der Spanier unfreiwillig noch größer. "Spanien hat nicht nur ein Finale gewonnen", schrieb die spanische Sportzeitung "Marca": "Es hat den Fußball gerettet." Der britische "Telegraph" schrieb: "Fußball 1, Verbrecher 0."