Mehr als 9.300 "Too Good To Go"-Sackerl haben SPAR-Lehrlinge aus ganz Österreich innerhalb von zwei Wochen gepackt und verkauft. Die Aktion fand in 745 SPAR-Filialen statt und sollte nicht nur Lebensmittel vor der Entsorgung bewahren, sondern auch das Bewusstsein der angehenden Einzelhandelskaufleute für nachhaltiges Wirtschaften stärken.
Die Lehrlinge waren dabei für den gesamten Ablauf verantwortlich. Sie wählten geeignete Produkte aus, stellten die Überraschungssackerl zusammen und brachten diese in den Verkauf. Ziel war es, noch genießbaren Lebensmitteln eine zweite Chance zu geben und Kundinnen und Kunden für einen bewussten Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren.
Nachhaltigkeit als Teil der Ausbildung
Für die jungen Mitarbeitenden war die Initiative zugleich ein wichtiger Teil ihrer Ausbildung. Sie erhielten Einblicke in Warenplanung, Bestandsmanagement und den verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln.
Lehrling Armin Özdemir berichtet, dass ihm der Schwerpunkt gezeigt habe, wie viel Planung hinter den Produkten im Regal stecke. Besonders positiv sei gewesen, die Sackerl eigenständig zusammenzustellen und zu erleben, wie gut das Angebot von den Kundinnen und Kunden angenommen werde.
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Verantwortung im Marktalltag
Nach Angaben von SPAR ist nachhaltiges Handeln ein fester Bestandteil der Lehrlingsausbildung. Bereits früh lernen die Auszubildenden, Ressourcen effizient einzusetzen – von der Warenbestellung bis zur sorgfältigen Warenpflege. Aktionen wie jene mit Too Good To Go sollen dieses Wissen praxisnah vermitteln.
SPAR-Vorstandsvorsitzender Hans K. Reisch betont, dass sich trotz präziser Planung Lebensmittelüberschüsse nicht immer vermeiden ließen. Umso wichtiger sei es, Verantwortung und nachhaltiges Handeln bereits während der Ausbildung zu vermitteln.
Zusammenarbeit seit 2021
Die Kooperation zwischen SPAR und Too Good To Go besteht seit 2021. Sie ist Teil eines umfassenden Maßnahmenpakets gegen Lebensmittelverschwendung. Dazu zählen unter anderem KI-gestützte Bedarfsprognosen, vergünstigte Angebote für Produkte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sowie die Weitergabe überschüssiger Lebensmittel an Sozialorganisationen wie SOMA, Caritas und die Tafeln.
Nach Unternehmensangaben bleiben bei SPAR dadurch nur rund ein Prozent der angebotenen Lebensmittel unverkauft.