Tchibo-Studie

So tickt Österreich beim Einkaufen

© Stefan Gergely
Preis-Leistung, Komfort und Alltagstauglichkeit bestimmen das Einkaufsverhalten der Österreicher stärker als Trends. Das zeigen die aktuellen "Tchibo Shopping Insights".
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Eigentlich steht nur der Lebensmitteleinkauf auf dem Plan – am Ende landet bei den meisten aber deutlich mehr im Einkaufswagen. Laut den aktuellen "Tchibo Shopping Insights", die gemeinsam mit NIQ/GfK durchgeführt wurden, kaufen 87 Prozent der Österreicher beim Wocheneinkauf zusätzlich ungeplant Non-Food-Produkte.
Besonders häufig werden spontan Küchenartikel gekauft (63,9 Prozent), gefolgt von Deko- und Kleinmöbeln (41,1 Prozent) sowie Kleidung (30,3 Prozent). Die Ergebnisse der Studie zeigen: Konsumenten entscheiden vor allem nach praktischen Kriterien – weniger nach kurzfristigen Trends.

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Saisonale Deko gehört zum Alltag

Saisonales Dekorieren ist längst fixer Bestandteil des Alltags. 92 Prozent der österreichischen Haushalte passen ihre Dekoration regelmäßig an die Jahreszeit an. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten in Familien: 96,3 Prozent der Haushalte mit Kindern dekorieren saisonal um.Am häufigsten wird die Dekoration ein- bis zweimal pro Jahr erneuert (34,7 Prozent). Saisonale Wohnaccessoires sind damit kein Nischenthema, sondern fester Bestandteil des Konsumverhaltens vieler Haushalte.

Sportbekleidung muss vor allem funktionieren

Auch beim Kauf von Sportbekleidung stehen funktionale Kriterien im Vordergrund. Für 61,8 Prozent der Befragten sind Passform und Komfort die wichtigsten Kaufargumente, knapp dahinter folgt mit 60,7 Prozent das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Marken spielen dagegen eine deutlich geringere Rolle: Lediglich 15 Prozent nennen sie als entscheidenden Faktor. Männer achten etwas stärker auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, während Frauen häufiger Passform und Tragekomfort priorisieren.

Nachhaltigkeit ist keine Generationenfrage

Beim Thema nachhaltiger Kleidung widersprechen die Studienergebnisse gängigen Annahmen. Insgesamt geben 45,7 Prozent der Österreicher an, dass Nachhaltigkeit beim Kleidungskauf eine wichtige Rolle spielt.
Besonders hoch ist dieser Wert bei den Babyboomern: 59,5 Prozent beziehen nachhaltige Aspekte in ihre Kaufentscheidung ein. In der Generation Z liegt der Anteil bei 41,6 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass bewusster Konsum keineswegs ausschließlich ein Anliegen jüngerer Zielgruppen ist.

Klassiker statt kurzlebiger Trends

Auch bei Mode setzt Österreich auf Beständigkeit. Zwei Drittel der Befragten (66,5 Prozent) bevorzugen klassische Styles, die lange tragbar und vielseitig kombinierbar sind. Lediglich 3,7 Prozent orientieren sich primär an aktuellen Modetrends. Dabei greifen Männer mit 69,7 Prozent noch häufiger zu zeitlosen Basics als Frauen (63,5 Prozent). Insgesamt bestätigt die Studie: Gekauft wird vor allem, was im Alltag überzeugt und langfristig genutzt werden kann.

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