Eklat. ORF-Chefin Ingrid Thurnher scheint im ORF tatsächlich aufzuräumen. Kürzlich feuerte sie einen langjährigen ORF-Mitarbeiter in einer de facto Spitzelaffäre:
Harald P. - lange Zeit auch in der ORF-Generaldirektion tätig – soll jahrelang über ein anonymisiertes Handy "Insider"-Infos aus dem ORF an diverse Journalisten geschickt haben. Zudem soll er auch "gezielte Vernaderungen" gegen ORF-Direktoren weitergeleitet haben – ungefragt, berichten mehrere ORF-Insider oe24.
Nach monatelangen forensischen Untersuchungen sei der Mann, der als "Verbindungsmann zur ÖVP" galt, "überführt" worden.
Daraufhin sei er fristlos gekündigt worden, bestätigen mehrere ORF-Quellen oe24 inoffiziell.
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ORF: Klima der Vernaderung inakzeptabel
Vorwürfe. Dieser Mix – Insider-Infos aus dem ORF plus Vernaderungen gegen Kollegen und Führungskräfte des ORF - sei für Thurnher inakzeptabel gewesen. Tatsächlich habe so eine Verhaltensweise auch die Grundlage für eine Fristlose geboten, so Eingeweihte.
Thurnher habe dem CV-Mitglied angeboten, es in eine Einvernehmliche umzuwandeln. Was dieser abgelehnt habe.
Offenbar sieht er sich zu Unrecht angegriffen. Aber: Auch in der ÖVP – diese soll er ebenso im Lauf der Jahre mit echten, aber auch vielen falschen Infos versorgt haben – sei man bereits auf Distanz zu ihm gegangen.
So oder so scheint der ORF nicht zur Ruhe zu kommen und ist in den vergangenen Jahren offensichtlich seinem Image als "Schlangengrube und Haifischbecken" gerecht geworden.
Die Compliance-Stelle des ORF soll übrigens noch weitere Fälle von Fehlverhalten prüfen. Weitere personelle Konsequenzen seien nicht ausgeschlossen, hört man vom Küniglberg. Für Clemens Pig könnte das von Vorteil sein.