SPÖ NÖ fordert Millionen-Paket für bedrohte Gemeindebäder

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Kein Personal, keine Aufsicht, keine Zukunft: Niederösterreichs Freibäder kämpfen ums Überleben
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In Krumbach öffnet das Bad heuer erstmals ohne Eintritt – weil schlicht kein qualifiziertes Aufsichtspersonal mehr gefunden wird. In Pulkau stand das 60 Jahre alte Sonnenwaldbad vor dem Aus: Erst 1.729 Unterschriften und ein Förderverein mit 400 Mitgliedern retteten es in letzter Sekunde.

Freibäder als Herzstücke unserer sozialen Infrastruktur

SPÖ-Landesparteichef Sven Hergovich schlägt Alarm: „Wenn ein Freibad zusperrt, reißt es ein Stück soziale Infrastruktur aus dem Herzen unserer Gemeinden." Niederösterreich hat rund 1,7 Mio. Einwohner und rund 130 Freibäder.

Aus der Luftperspektive. © Stadt Krumbach

Sein Blick geht nach Westen: Tirol schuf 2024 den „Tiroler Bädertopf" – 75 Millionen Euro für Sanierungen, Neubauten und laufende Betriebskosten. Allein 29.000 Kinder profitierten bereits davon. Hergovich fordert dasselbe für Niederösterreich – und attackiert die schwarz-blaue Landesregierung: „Viele Dinge muss man nicht neu erfinden. ÖVP und FPÖ müssen endlich handeln."

Notfallhilfe für akut bedrohte Bäder

Die SPÖ-Forderungen: eine landesweite Bäderstudie 2026, ein NÖ-Fördermodell nach Tiroler Vorbild, Notfallhilfe für akut bedrohte Bäder – und leistbarer Zugang für alle.

Finanziert wird das Tiroler Vorbild zu zwei Dritteln vom Land, zu einem Drittel von Gemeinden und Tourismusverbänden. Davon sind 50 Millionen Euro für Neubauten und Sanierungen vorgesehen, 25 Millionen für laufende Betriebsbeiträge. Hallenbad-Neubauten werden mit bis zu 55 Prozent der förderbaren Kosten gefördert, Freischwimmbad-Sanierungen mit bis zu 20 Prozent. Ein eigener Bäderbeirat sorgt für transparente Vergabe. Im Schuljahr 2024/25 profitierten davon allein rund 29.000 Kinder und Jugendliche.

Hergovich unterstreicht: "Starke Gemeinden brauchen starke öffentliche Infrastruktur. Gemeindebäder sind ein Teil davon – sie sind keine Kür, sie sind Pflicht."