Sturm, GAK & 99ers

Sponsoren-Wirbel in Graz vor Derby: Jetzt reagiert Stadt

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In Graz gehen die Wogen hoch: Jetzt meldet sich die Holding Graz, also die Stadt, zu Wort.
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Die Grazer Sportwelt steht vor radikalen Veränderungen: Nach den lautstarken Protesten von SK Sturm Graz, GAK und den Graz99ers hat sich nun die Holding Graz offiziell zu Wort gemeldet. Das Stadtunternehmen verteidigt das geplante Aus der Sponsoring-Gelder für die Profimannschaften ab der Saison 2027/28 und verweist auf die angespannte Budgetlage der Landeshauptstadt.

In einer ausführlichen Stellungnahme bestätigte die Holding Graz das Aus ab Sommer 2027. "Ja, es stimmt: Ab der Saison 2027/28 beenden wir das Sponsoring der Profimannschaften des SK Sturm Graz, des GAK und der 99ers", teilte das städtische Tochterunternehmen mit. Bis dahin werden alle bestehenden Verträge ordnungsgemäß erfüllt. Grund für den Schritt sei die finanzielle Situation der Stadt Graz, die eine umfassende Budgetkonsolidierung erfordert. Zudem verwies die Holding auf eine konkrete Empfehlung des Rechnungshofs, Ausgaben im Sponsoringbereich spürbar zu kürzen.

Gänzlich zurückziehen wird sich die Holding Graz aus dem Sport jedoch nicht. Das Unternehmen betonte, dass man vor der Wahl gestanden habe, entweder mehr als 20 Breiten- und Jugendsportvereine aufzugeben oder die Unterstützung der drei Profiteams einzustellen. "Wir haben uns für den Breitensport entschieden, für die Jugend, den Frauensport und Inklusion", erklärte die Unternehmensführung.

Sturm und 99ers streichen "Graz" aus Logos

Die betroffenen Vereine reagierten zuvor mit beispiellosen Protestaktionen. Sturm Graz klebte beim internationalen Auftritt gegen den AFC Bournemouth das Wort "Graz" auf seinem Wappen ab. Sturm-Präsident Christian Jauk betonte, man fühle sich "von unserer Heimatstadt im Stich gelassen". Auch die Graz99ers entfernten den Stadtnamen vorübergehend aus ihren Logos. Der GAK kritisierte insbesondere die Kommunikation: Man habe von den Plänen erst aus den Medien erfahren. "Partnerschaft sieht anders aus", so die scharfe Kritik des Klubs, der vor Folgen für den gesamten Grazer Spitzensport warnt.