Donnerstagabend eröffnet Johannes Lurf mit seinem 21-minütigen Kurzfilm "Forever...Forever" die diesjährige Viennale im Wiener Gartenbaukino. Im Film zeit Lurf 22 Monate, Tag und Nacht durch alle Jahreszeiten derselbe und doch stets einen anderen Blick auf den Stausee Ottenstein im niederösterreichischen Waldviertel. Mit den Aufnahmen seiner selbst konstruierten Kamera, die autonom Lichtmessung, Stand- und Bewegtbild kombiniert, begleitet vom stetig fließenden sub-sonischen Soundteppich von Jung An Tagen wird er das Gartenbaukino kosmisch bewegt in zusehends rasantem Tempo berauschend zum Glühen bringen.
Stars haben sich angesagt
Der ein oder andere Star wird heuer in den Herbstferien nicht nur über die Viennale-Leinwände flimmern, sondern auch Wien beehren: Die omnipräsente Choreografin Florentina Holzinger präsentiert im Heimspiel ihren neuen Film "Eternity" von Susanne Regina Meures, in dem sie mit ihrer Truppe spektakuläre Stunts im ewigen Eis vollzieht. Frankreichs Schauspieldiva Isabelle Huppert hat mit "Histoires parallèles" von Massoumeh Lahidji und "Die Blutgräfin" von Ulrike Ottinger gleich zwei Filme im Gepäck. In letzterem wirken auch Birgit Minichmayr und Lars Eidinger mit. Der wiederum, auch das hat Tradition, wird einen Abend als DJ in einer seiner Lieblingsrollen rutschen. Der deutsche Liedermacher und Dichter Wolf Biermann stellt Jens Meurers Doku "Biermann" selbst vor.
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Zudem haben sich internationale Regiegrößen mit ihren jüngsten Arbeiten angemeldet: Ira Sachs kommt mit "The Man I Love", der rumänische Filmemacher Radu Jude mit "Le Journal d'une femme de chambre", der deutsche Regiealtmeister Volker Schlöndorff mit "Heimsuchung - Eine Jahrhundertgeschichte" und seiner Hauptdarstellerin Martina Gedeck. Nina Hoss, die zuletzt in London mit Cate Blanchett auf der Bühne gestanden ist, hat sich ebenso angesagt, um "Die andere Seite" von Mariko Minoguchi vorzustellen. Nicht fehlen dürfen der Cannes-Gewinner "Fjord" des rumänischen Regisseurs Christian Mungiu oder der Venedig-Hit "Wild Horse Nine" von Martin McDonagh.