Deutsche verletzt

Stier-Attacke in Tirol: Besitzer lässt das kalt

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Eine 29-jährige Urlauberin aus Deutschland ist bei einer Wanderung in Tirol von einem Highland-Bullen attackiert und schwer verletzt worden. Der Besitzer der Tiere erfuhr erst später vom Vorfall.
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Die Familie aus Deutschland war in St. Leonhard im Pitztal unterwegs, als es zu der Begegnung mit einer Herde von Highland-Rindern kam. Dabei schleuderte ein Stier die 29-jährige Frau durch die Luft. Die Vorfälle auf der Almweide veranlassten den Einsatz von Bergrettung, Flugrettung sowie der Polizei. Die verletzte Urlauberin wurde schließlich per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Zams transportiert. Der Besitzer der schottischen Rinder zeigte sich überrascht über die Aufregung um das Geschehen auf der Alm.

Unwissenheit über den Rettungseinsatz

Der Landwirt gab an, von dem gesamten Vorfall selbst nichts mitbekommen zu haben. Auch die Polizei sei bis zum heutigen Tag nicht bei ihm gewesen, um den Vorfall aufzunehmen. Zum Zeitpunkt des Geschehens grasten die zotteligen Rinder auf einer Weide im Ortsteil Mandarfen. Die Hochlandrinder liefen dort frei umher und waren nicht durch Zäune eingegrenzt.

Hinweis auf Hinweisschilder und Versicherung

Nach Angaben des Besitzers befinden sich auf der Weide Schilder, die darauf hinweisen, dass das Vieh dort ohne Aufsicht steht. Durch diese Beschilderung sei der Fall versicherungstechnisch abgedeckt und bereits der Haftpflicht gemeldet worden. Der Landwirt betonte zudem, dass frei laufendes Weidevieh ohne Aufsicht entlang von Landesstraßen in ganz Tirol üblich sei. Der Verweis auf die Schilder stützt sich auf eine Besonderheit in Österreich, die eine Eigenverantwortung der Wanderer vorsieht.