Herbstplage

Stinkwanzen: Das kannst du gegen den Gestank machen

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Im Herbst kommen die fliegenden Baumbewohner vermehrt in unsere Wohnungen. Sie sind zwar harmlos, können aber bestialisch stinken, wenn sie sich bedroht fühlen.
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Stinkwanzen rangieren auf der Beliebtheitsskala sehr weit unten. Das liegt vor allem daran, dass die harmlosen Tiere bei Gefahr ein übelriechendes Wehrsekret absondern. Das hat den Zweck, Fressfeinde wie Vögel oder Spinnen abzuschrecken und andere Stinkwanzen vor Gefahren zu warnen.

Hochflüchtiger chemischer Cocktail

Bei dem Sekret handelt es sich um ein Alarmpheromon, ein chemischer Cocktail aus Aldehyden und Alkanen. Den unangenehmen Duft, den es verströmt, beschreiben Menschen, die es schon riechen "durften", sehr unterschiedlich. Mal wird der Geruch als ranzig, dann als süßlich und faulig beschrieben. Die Vergleiche reichen von Bittermandel bis zu intensiven Koriandernoten - jedenfalls penetrant. Dass das Empfinden so auseinandergeht, liegt übrigens daran, dass es unterschiedliche Stinkwanzenarten gibt und die Noten variieren.

Harmlos, aber lästig

Die wichtigste Nachricht: Das Sekret der Stinkwanzen, die im Herbst auf der Suche nach einem warmen Plätzchen oft ins Haus kommen, ist sowohl für Menschen als auch für Tiere völlig ungefährlich. Dennoch kann es bei direktem Kontakt unter Umständen, vor allem wenn man sensibel reagiert, zu Haut- und Augenreizungen führen. Vor allem beim Auge gilt: sofort mit klarem Wasser ausspülen!

Was tun, wenn's stinkt?

Der starke Geruch ist leider hartnäckig und kann sich tagelang in der Luft und an betroffenen Oberflächen halten. Aus der Raumluft verschwindet er nach ein bis zwei Tagen, in denen du ausgiebig lüften solltest, wieder. Wenn er an Textilien oder Teppichen haftet, kann der Gestank sich sogar Tage oder Wochen halten. Möglichst heißes Waschen hilft. Teppiche reinigst du am besten mit Essigwasser oder Spülmittel.

Auch an Wänden kann man das Sekret oft eine Woche wahrnehmen. Hier empfiehlt sich eine Essig-Spülmittel-Mischung zur Reinigung: Auch Natron oder Backpulver mit Wasser können helfen, den Gestank zu neutralisieren. Letzteres eignet sich aber nur für unempfindliche Wände.