Interview

Neues John Reed Studio in Wien: Kunst, Design & Fitness

Harmonie. Die warme Farbpalette zieht sich durch das gesamte Studio. Moderne Kunstwerke greifen diese Farbwelt auf und werden durch das Lichtkonzept in Szene gesetzt.
© John Reed Fitness / RSG Group
Ästhetik ist bei John Reed nicht nur Nebensache. Der Talk über die Verbindung von Sport und Design.
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Auf 2.000 m2 befinden sich im neueröffneten John Reed Fitness Wien Oper eine große Cardio Area, eine Functional Area inklusive Gewichtsschlitten, Sauna sowie Nutrition Area und ein hochmoderner Pilates-Bereich, das große Highlight des Clubs am Kärntner Ring. Genauso herausragend wie die Geräte ist auch das urbane Design. Senior Visual Merchandiser International der RSG Group erklärt das Konzept in LIVE&STYLE.

Interview: Das Design-Konzept des neuen Studios

Wodurch zeichnet sich das neue John Reed Fitness Wien Oper aus und was unterscheidet es von den anderen Studios?

Melvin Suckow: Das Studio an der Wiener Oper zeichnet sich vor allem durch seine besondere Ruhe und Klarheit aus. Anders als viele unserer anderen Standorte erstreckt sich hier die gesamte Trainingsfläche auf einer Ebene. Dadurch entsteht ein flüssiges Raumgefühl, alles ist schnell erreichbar und die Mitglieder können sich komplett auf ihr Training fokussieren.
Das Interior wirkt bewusst reduziert, hochwertig und harmonisch. Gerade diese Ruhe im Konzept macht das Studio einzigartig.

Welchen Stellenwert hat das Design für die RSG Group?

Suckow: Innerhalb der RSG Group gibt es verschiedene Marken wie McFIT, Gold‘s Gym oder JOHN REED. Während bei anderen Marken ein bestehendes Konzept nur leicht an den jeweiligen Standort angepasst wird, verfolgen wir bei JOHN REED einen anderen Ansatz: Jedes Studio wird individuell entwickelt und erhält seinen ganz eigenen Charakter. Jedes Konzept entsteht in enger Zusammenarbeit mit unseren hauseigenen Architekten und dem Interior Design. Das Ziel ist es, jedem Standort einen unverwechselbaren Look & Feel zu verleihen. Kein JOHN REED Studio soll sich wie die Kopie eines anderen anfühlen.
Dabei wird jedes Detail bewusst geplant, von der Architektur über Materialien, Farben und Möbel bis hin zu Licht und Kunst. Alles greift ineinander und erzählt eine gemeinsame Geschichte. So entstehen Räume mit einer eigenen Identität, in denen unsere Mitglieder nicht nur trainieren, sondern in eine völlig eigene Welt eintauchen können.

Nachgefragt. Melvin Suckow, Senior Visual Merchandiser International der RSG Group, spricht über das Designkonzept des Clubs.
© John Reed Fitness / RSG Group

Was war Ihnen beim Design des neuen Studios wichtig?

Suckow: Uns war besonders wichtig, ein stimmiges Gesamtkonzept zu schaffen. Die Farben wiederholen sich im gesamten Studio und finden sich auch in den Materialien und in der Kunst wieder. Dadurch entsteht eine sehr harmonische Atmosphäre. Ein wichtiger Bestandteil war dabei auch die Zusammenarbeit mit dem Berliner Künstler Luis West. Seine zeitgenössischen Werke greifen die Farbwelt des Studios auf und verleihen dem gesamten Konzept den letzten Schliff. Gleichzeitig sollte das Studio hochwertig wirken, ohne überladen zu sein.

Welche Funktion hat das Beleuchtungskonzept?

Suckow: Licht ist für uns viel mehr als reine Beleuchtung, es ist einer der wichtigsten Faktoren, um Atmosphäre zu schaffen.
Im Studio an der Wiener Oper haben wir jede einzelne Leuchte separat steuerbar gemacht. Dadurch können wir jeden Bereich individuell inszenieren. Manche Trainingsflächen benötigen bewusst mehr Helligkeit, um Fokus und Aktivität zu fördern, andere dürfen etwas ruhiger und atmosphärischer wirken. So können wir gezielt Bereiche hervorheben oder zurücknehmen und für jede Trainingssituation die passende Stimmung schaffen.
Ein besonderes Highlight ist unser Lichtkonzept bei DJ-Sessions. Sobald ein DJ auflegt, verändert sich die gesamte Lichtstimmung im Studio. Das DJ-Pult pulsiert passend zum Beat der Musik, die Wandbeleuchtung wird intensiver und die Grundbeleuchtung im Cardio-Bereich bewusst reduziert. Dadurch entsteht eine deutlich clubartigere Atmosphäre und der DJ rückt noch stärker in den Mittelpunkt. Genau solche Momente machen den besonderen Charakter von JOHN REED aus.
Gemeinsam mit unserem langjährigen Lichtpartner XAL konnten wir dieses Konzept genauso umsetzen, wie wir es uns vorgestellt haben. Dadurch unterstützt die Beleuchtung nicht nur die Architektur und das Interior Design, sondern wird selbst zu einem wichtigen Bestandteil des gesamten Trainingserlebnisses.

© John Reed Fitness / RSG Group

Der Kärntnerringhof ist ein traditionsreiches Gebäude. Wie ist Ihnen die Verbindung von Architektur und Sport gelungen?

Suckow: Unser Ziel war es, den Charakter des Gebäudes zu respektieren und gleichzeitig die moderne Identität von JOHN REED einzubringen. Statt Gegensätze zu schaffen, wollten wir eine Verbindung herstellen. Hochwertige Materialien, moderne Gestaltung und gezielt eingesetztes Licht ergänzen die bestehende Architektur, ohne sie zu überdecken.

Das Herzstück des Clubs: Der Reformer-Pilates-Raum mit 14 Betten.
© John Reed Fitness / RSG Group

In dem Studio sieht man auch einige Kunstwerke. Wie gehen Sie bei der Auswahl vor?

Suckow: Die Kunst ist ein fester Bestandteil unseres Interior-Konzepts und wird nie zufällig ausgewählt. Für Wien haben wir mit dem Berliner Künstler Luis West zusammengearbeitet. Seine zeitgenössischen Arbeiten passen perfekt zur modernen Architektur und greifen gleichzeitig die Farbwelt des Studios auf. Dadurch wird die Kunst Teil des Gesamtkonzepts. Sie sorgt dafür, dass jeder Standort seine eigene Identität bekommt und für unsere Mitglieder ein besonderes Erlebnis schafft.

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