Wenn sie etwas macht, dann macht sie es richtig. Das beweist Silvia Schneider (44) mit ihrer ersten Home-Kollektion, die sie gemeinsam mit dem Traditionsunternehmen Vossen entwickelt hat, aufs Neue. Aus ihrem Gespür für zeitloses Design und der textilen Expertise von Vossen wurde eine Kollektion, die mit ihrer zurückhaltenden Farbwelt aus zartem Rosé, sanftem Blau, Beige und Grau nicht nur im Badezimmer für Harmonie sorgt. Gemeinsam mit der Moderatorin erobert der Hersteller von Badezimmer-Textilien das Wohn- und Schlafzimmer. Vom flauschigen Hand- und Duschtuch über den eleganten Kimono-Bademantel und den weichen Badeteppich bis hin zu Satin-Bettwäsche, Kuscheldecke und dekorativen Kissenbezügen zieht sich Silvia Schneiders Handschrift durch die gesamte Kollektion.
Wie es zu der Zusammenarbeit kam und was ihnen wichtig war, verraten Silvia Schneider und Vossen-Geschäftsführer Michael Unter im MADONNA-Interview
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Das Interview
Wie ist diese Kooperation zustande gekommen?
Silvia Schneider: Das ist eine lustige Geschichte. Ich habe von MADONNA eine Anfrage zum Thema Weihnachten erhalten. Ich sollte meine Wunschartikel nennen – was ich mir wünsche oder was ich gerne verschenke. Ich habe Marken herausgesucht, mit denen ich selbst gerne arbeiten würde, die ich aber auch gerne zu Hause habe. Vossen war eine davon. Anscheinend habe ich die Angel richtig ausgeworfen. Sie haben sich kurz darauf bei mir gemeldet, um mir Produkte zukommen zu lassen. Ich habe gesagt: "Was ist, wenn wir uns gleich treffen? Ich hätte da ein paar Ideen." Daraus wurde eine kleine Liebesgeschichte, die jetzt zu so einer tollen Home-Linie geführt hat.
Michael Unger: Es war überraschend, dass es so schnell gegangen ist. Wenn man Prominenten etwas schickt, kann man nicht davon ausgehen, dass man gleich eine Antwort bekommt. Am zweiten Tag haben wir schon die Info bekommen, und drei Wochen später war Silvia schon bei uns im Store.
Wie lange haben Sie an dieser Kollektion gearbeitet?
Schneider: Lange und sehr behutsam und ordentlich. Seit dem ersten Kennenlernen sitzen wir zwei Jahre daran. Ich bin in das Meeting schon sehr konkret, mit Farben und Vorschlägen, gegangen. Vossen und ich arbeiten sehr schnell miteinander und treffen sehr schnell Entscheidungen. Aber die äußeren Umstände machen es einem oft schwer: Wenn Schifffahrtsstraßen gesperrt werden oder der Produzent die Qualität verändert. Mir war es sehr wichtig, dass die Produkte hochwertig, aber leistbar sind.
Was bedeutet Ihnen die Marke Vossen?
Schneider: Ich bin mit den Vossen-Handtüchern und Bademänteln von der Oma großgeworden. Vossen ist für mich immer für Qualität gestanden, obwohl ich als Kind gar nicht gewusst habe, was das heißt. Es war einfach kuschelig.
Worauf haben Sie bei dieser Kollektion Wert gelegt?
Schneider: Mir war wichtig, dass wir Farben wählen, die man über Jahre verwenden kann, ohne dass sie langweilig werden. Da steckt viel Nachdenken dahinter. Dieses Beige ist für mich eine wichtige Farbe, zu der ich eine große Liebe habe. Ich stamme aus einer Zeit, in der Beige die Farbe war. Es ist eine wunderschöne, weibliche, zeitlose, extrem elegante Farbe. Bei dem Anthrazit dachte ich mir: "Okay, damit holst du auch die Männer ab." Grau ist eine praktische Farbe. Wir Frauen tragen alle Make-up – wo wischt man sich rein? Nicht ins weiße Handtuch. Grau ist perfekt. Dann haben wir Cherry Blossom und Bleu. Das war für mich wie Kindsein, aus der Badewanne kommen und ummantelt werden mit einem schönen, weichen Handtuch. In meiner Vorstellung war das anscheinend immer rosa oder hellblau.
Unger: Silvia hatte auch das Gespür, dass Beige und Anthrazit unter den drei Top-Farben sind.
Sie haben schon Erfahrung im Designen von Modekollektionen. Was war hier anders?
Schneider: Es ist irrsinnig spannend, mit einem Haus wie Vossen zusammenzuarbeiten. Es gibt davon in Österreich nicht viele und wenn es um Badezimmertextilien geht, ist Vossen in Europa Spitzenreiter. Wir haben Tests gemacht, bei denen sie Handtücher in einer Farbe aus unterschiedlichen Materialien aufgelegt haben. Ich musste ausprobieren, was sich für mich richtig anfühlt. Dann zu verstehen: Wie ist das Garn gedreht, damit es weich ist? Welche Garnstärke brauche ich, was habe ich überhaupt für ein Material und woher kommt das Material? Das ist Wissen, das du im wahrsten Sinne aufsaugen kannst. Das war super. Dann sich in diese Materie zu vertiefen: Was brauche ich für mich selber, wenn ich nach Hause komme? Das Handtuch – so banal das klingt und so banal der Alltagsgegenstand ist – ist der Wohlfühlfaktor, mit dem ich meinen Tag beginne, aber auch abschließe. Das muss passen. Es war toll, diese Arbeitswelt kennenzulernen und zu sehen, welche akribische Detailarbeit dahintersteckt.
Herr Unger, wie sieht das bei Ihnen aus? Sie überlegen sich sicher gut, mit wem Sie zusammenarbeiten?
Unger: Silvia ist in der Zielgruppe, in der wir sehr stark sind, sehr bekannt: Ab 35 aufwärts ist die Vossen-Zielgruppe, und da gibt es den richtigen Match. Das war der eine Grund. Aber natürlich auch ihre Bekanntheit: In Österreich gibt es keine bekanntere Person, die so oft über das Fernsehen in die Wohnzimmer kommt. Ich glaube, da kommen zwei Marken zusammen, die erfolgreich sein können. Unsere Kunden sind zu 80 bis 90 Prozent Frauen. Bei den Kochsendungen sind sehr viele Männer dabei, aber eben auch sehr viele Frauen. Das ist der perfekte Match gewesen.
“Wir Frauen tragen alle Make-up – wo wischt man sich rein? Nicht ins weiße Handtuch.”
Silvia Schneider über die Suche nach den perfekten Farben.
Es gibt die Bettwäsche passend zu den Kissenbezügen im Wohnzimmer. Ist Ihnen zu Hause wichtig, dass alles abgestimmt ist?
Schneider: Das ist ganz furchtbar bei mir! Wir haben einen Bademantel entwickelt, der die Farbe und das Muster von der Bettwäsche hat. Du kannst dich duschen oder aus der Badewanne steigen, dich mit deinem beigen oder anthrazitfarbenen Handtuch kuscheltrocknen, ziehst den passenden Bademantel an und schlüpfst in die passende Bettwäsche! Das ist schon ein bisschen over the top, aber ich mag das. Ich finde, es ist ein neues Bewusstsein für das Zuhause entstanden. Dass ich in meinen eigenen vier Wänden eine Schönheit habe, eine Ordnung oder eine Sauberkeit, macht etwas mit dem Rest meines Lebens.
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Was ist für Sie ein No-Go zu Hause?
Schneider: Ich finde es schade, wenn Menschen ein tolles Sofa kaufen und dann dauernd Decken drüberlegen, die sie in die Ecken reinstopfen, damit man das Sofa nicht schmutzig macht. Da denke ich mir: Wann willst du auf diesem Sofa sein und es bewundern? In zehn Jahren ist das Sofa vielleicht noch sauber, aber es ist nicht mehr modern. Immer dieses Abdecken und Schützen – wann soll denn das Leben stattfinden? Lebt in euren Häusern und Wohnungen, spart das nicht auf, sondern genießt die Schönheit in den eigenen vier Wänden. Das ist ganz wichtig.
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