Durch Hitze

Straßen schmelzen: Braucht Österreich bald weiße Fahrbahnen?

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Die extreme Rekordhitze von bis zu 40 Grad bringt die Infrastruktur zum Schmelzen. Während der Asphalt aufplatzt und Autobahnen gesperrt werden müssen, rücken neue Lösungen wie weißer Straßenbelag in den Fokus.
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Vor allem ältere Straßen reagieren empfindlich auf langanhaltende Hitzeperioden. Asphalt kann weicher werden, während sich Betonfahrbahnen ausdehnen und im schlimmsten Fall aufwölben. Fachleute sprechen dabei von sogenannten "Blow-ups".

Besonders betroffen sind ältere oder stark befahrene Straßenabschnitte, die bereits mehrfach saniert wurden. Straßenmeistereien und die ASFINAG kontrollieren bei Hitze gefährdete Stellen deshalb besonders genau und bessern Schäden rasch aus.

Weiße Straßen gegen die Hitze?

Während sich dunkler Asphalt in der Sonne auf über 60 Grad aufheizen kann, reflektieren helle Oberflächen einen großen Teil der Sonnenstrahlung. Das Ergebnis: Die Fahrbahn bleibt deutlich kühler. Mehrere Städte in Europa testen deshalb bereits helleren Asphalt oder spezielle Beschichtungen. In Pilotprojekten konnten die Oberflächentemperaturen teilweise um bis zu zwölf Grad gesenkt werden. In Ländern wie Griechenland gehören helle Straßen und Plätze vielerorts längst zum Stadtbild. Die berühmten weißen Gassen auf Inseln wie Mykonos oder Santorin reflektieren die Sonne und verhindern eine starke Aufheizung.

Wäre das auch eine Lösung für Österreich?

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Gerade Städte wie Wien, Graz oder Linz kämpfen im Sommer zunehmend mit sogenannten Hitzeinseln. Helle Straßenbeläge könnten hier nicht nur die Fahrbahnen schützen, sondern auch die Umgebungstemperatur senken. Allerdings gibt es auch Nachteile: Die Herstellung ist deutlich teurer, die Materialien gelten teilweise als weniger langlebig und die hellen Oberflächen können bei starker Sonneneinstrahlung blenden.

Neue Ideen gegen die Rekordhitze

In Europa werden bereits weitere Methoden getestet. Dazu zählen spezielle Beschichtungen oder Kühlungssysteme für Fahrbahnen, um die Temperaturen an besonders heißen Tagen zu senken.

Fest steht: Mit immer häufigeren Hitzewellen wird sich auch Österreich auf neue Lösungen einstellen müssen. Die Frage ist längst nicht mehr, ob die Straßen unter der Hitze leiden – sondern wie man sie künftig davor schützt.